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Biotechnologie-Report 2013

Biotech-Branche mit Umsatzwachstum und Rekordgewinn

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Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Nahezu Einstimmigkeit über die strategische Bedeutung: 94 Prozent der Befragten stimmten zu, dass es für Biotech-Unternehmen „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sei, den Schwerpunkt der Strategien auf Effizienz und Nachweise zu legen.
  • Nachholbedarf bei der Erbringung von Nachweisen: Unter den Befragten, die Maßnahmen zur Erbringung von Nachweisen als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ betrachteten, gaben die meisten jedoch an, dass sie wahrscheinlich keine Initiativen speziell zur Erbringung von Nachweisen durchführen werden. Lediglich 11 Prozent der Befragten haben Experten für Kostenträger/Erstattungsbehörden in ihre Management-Teams aufgenommen, nur 13 Prozent beziehen solche Experten in die klinische Entwicklung ein und gerade einmal 4 Prozent haben diese Experten in den Vorstand berufen. Für Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz bestand kein derartiger „Implementation Gap“.
  • Es muss umgedacht werden: Um Erfolg zu haben, müssen Unternehmen ihre F&E-Ansätze überdenken. Hierfür müssen sie die neuen Standards der Gesundheitsversorgung im Auge behalten. Ein Modell, das von Ernst & Young als „Weg der Wertschöpfung“ bezeichnet wird, kann den Unternehmen helfen, die größten unerfüllten Bedürfnisse oder Lücken zu identifizieren, auf die die Kostenträger am stärksten achten werden. Die Unternehmen müssen ihr Angebot anschließend so ändern, dass diese „Wertabflüsse“ vermieden werden, und ihre klinischen Prüfungen umgestalten, um aussagekräftige Nachweise für die Kostenträger zu erbringen (beispielsweise durch direkte Vergleichsstudien oder adaptive Studien).

Für die Therapeutika-Unternehmen fasst Dr. Siegfried Bialojan die Entwick-lungen zusammen: „Der Wandel zum evidenzbasierten Gesundheitswesen ist im vollen Gange, und er betrifft jedes Therapeutika-Unternehmen, unabhängig von dessen Größe, Reife oder Forschungsgebiet. Viele Maßnahmen, die das Unternehmen in Richtung evidenzbasiertes Arbeiten bringen – wie die frühzeitige Einbindung von Experten bei Fragen zum Wert des Produktes und zur Kostenerstattung, das Überdenken der Ausgestaltung klinischer Prüfungen oder die Möglichkeit der präkompetitiven Zusammenarbeit bei der Datengewinnung – sind nicht sehr kostenintensiv und können eventuell nötige Zusatzstudien vermeiden. Die Frage ist nicht, ob die Unternehmen sich diese Maßnahmen leisten können, sondern ob sie es sich leisten können, nichts zu tun.“

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