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Bio@venture Bio@venture ist Plattform für Investitionen

| Redakteur: Frank Jablonski

In zehn Minuten den passenden Partner finden - das ist die Grundidee der Bio@venture Conference 2011. Sponsoren, potenzielle Investoren und Biotechnik-Firmen treffen sich während der Biotechnica, um zueinander zu finden.

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"Europäische Biotechinvestitionen erlösen aus drei Mrd. Euro 15 Mrd. Euro Rendite" sagt Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, zum Stellenwert der Biotechnologie in Niedersachsen (rechts). Begrüßt wird er von Dr. Andreas Gruchow, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe. (Bild: LABORPRAXIS)
"Europäische Biotechinvestitionen erlösen aus drei Mrd. Euro 15 Mrd. Euro Rendite" sagt Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, zum Stellenwert der Biotechnologie in Niedersachsen (rechts). Begrüßt wird er von Dr. Andreas Gruchow, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe. (Bild: LABORPRAXIS)

Hannover – Veterinärdiagnostik, Dermatologie oder personifizierte Medizin sind nur einige der Forschungs- und Entwicklungsgebiete, die auf der Bio@venture-Konferenz während der Biotechnica den passenden Kapitalgeber suchen. So zeigen jüngste Zahlen, dass es für Investoren wieder interessanter wird, in die immer noch relativ junge Biotechnologie zu investieren, doch neuen Investoren muss klar sein, dass sie in dieser Branche einen langen Atem brauchen. Zwar ist es beispielsweise in der Medizintechnik leichter eine Wertschöpfung darzustellen, doch in vielen Feldern wie z.B. der Wirkstoffforschung kann der Erfolg häufig erst sehr spät nachgewiesen werden.

Probleme der Biotechnologie-Branche bestehen immer wieder darin, für neue Produkte und Entwicklungen schnell ausreichendes Kapital zu bekommen. Diese sehr erklärungbedürftige Branche benötigt jedoch Geld, um Entwicklungen in akzeptabler Zeit voranzutreiben bzw. schlagkräftige personelle Strukturen aufzubauen.

Eine Konferenz wie die Bio@venture-Conference im Rahmen der Biotechnica bietet sich an, um erste Weichenstellungen vorzunehmen und die richtigen Partner in Kontakt zu bringen. Wie wichtig eine solche Plattform ist, betont auch Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, im FlipView-Video (in Kürze Online).

Kleineres Volumen aber erfolgreicher

Dabei ist die europäische Investitionslandschaft im Vergleich zur amerikanischen durchaus erfolgreich, wie Staatssekretär Liersch betont: „Studien zufolge wird in Europa drei Milliarden Dollar investiert und daraus 15 Milliarden Dollar Rendite erlöst.“ Somit sei das Investitionsniveau zwar niedriger als in den USA, aber auch erfolgreicher, so Liersch. Das liege auch an besseren Rahmenbedingungen und einer hochwertigen Forschungslandschaft bestehend aus Universitäten und zahlreichen Forschungseinrichtungen.

"Ich will ausdrücklich unterstreichen, dass es notwendig ist, die richtigen Rahmenbedingungen von Seiten der Politik zu schaffen! Sinkende Risikobereitschaft gilt es aufzubrechen. " betont Liersch und fügt hinzu, dass die Landesregierung bemüht sei, eine positive Grundstimmung zu befördern. "Unser Ziel ist es, die Innovationskraft von Unternehmen zu fördern. Wir brauchen eine starke Forschung und Entwicklung und schnellere Umsetzung in Produkte."

Die Organisatoren verbuchen auf der diesjährigen Conference rund 60 Teilnehmer, davon zwölf Unternehmen aus der Life-Science-Branche und aus der Gesundheitswirtschaft. Erstmalig stellt sich ein ausländisches Unternehmen auf der Bio@venture Conference vor. Die Liste der angekündigten Investoren reicht von Business Angels über Banken bis hin zu Beteiligungsfirmen, die speziell auf die Finanzierung von Life-Science-Geschäften ausgerichtet sind.

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