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Carl-Zeiss-Forschungspreis Blatt und Cirac mit Carl-Zeiss-Forschungspreis ausgezeichnet

Redakteur: Marion Henig

In diesem Jahr geht der Carl-Zeiss-Forschungspreis an zwei renommierte Wissenschaftler: an Prof. Rainer Blatt von der Universität Innsbruck und an Prof. Ignacio Cirac vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching.

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Oberkochen – Seit 1990 wird der Carl-Zeiss-Forschungspreis alle zwei Jahre für außergewöhnliche Leistungen in der internationalen Optikforschung überreicht. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis gilt als eine der weltweit renommiertesten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Optik.

Prof. Rainer Blatt und Prof. Ignacio Cirac, die beiden Preisträger 2009, wurden für ihre bahnbrechenden experimentellen und theoretischen Arbeiten auf dem Gebiet der Quanteninformation sowie für die Konzepte und Ideen, die sie aus der Quantenoptik entwickelt haben, ausgezeichnet. „Mit diesen Arbeiten spielen sie eine führende Rolle in der Quanteninformatik als einem der heute aktivsten Forschungsbereiche“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG, Dr. Dieter Kurz. Beide Wissenschaftler haben nicht nur den Weg für die künftige Quantentechnologie geebnet, sondern diesen Weg auch konsequent beschritten, so Kurz weiter.

Professor Gerd Leuchs, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts in Erlangen, hob in seiner Laudatio hervor, wie aufsehenerregend die Arbeiten der Preisträger auf das Fach gewirkt haben. Blatt und seine Gruppe waren mit die Ersten, die Experimente zur Quanteninformationsverarbeitung mit Ionenfallen einleiteten – Ideen, die von Ignacio Cirac und Peter Zoller initiiert wurden. Die herausragenden experimentellen Ergebnisse machten Innsbruck zu einem der weltweiten Zentren für Quanteninformationsverarbeitung. Cirac hat grundlegende theoretische Beiträge dazu geleistet, wie Aufgaben der Quanteninformatik in quantenoptischen Systemen umgesetzt werden können. Seine bemerkenswerten Arbeiten haben den Weg für die Entwicklung der Quanteninformationsforschung geebnet.

Gastredner Prof. Thomas Naumann vom Hamburger Teilchenbeschleuniger DESY und Gastforscher am Genfer CERN gab bei der Verleihung des Preises einen Einblick in die Entstehung des Kosmos, anhand des jüngst wieder hochgefahrenen größten Teilchenbeschleunigers LHC am CERN in Genf.

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