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Bioökonomie BMBF fördert drei Innovationsallianzen aus IWBio-Netzwerk

| Redakteur: Jörg Kempf

Im Zusammenhang mit der vom BMBF aufgelegten F&E-Ausschreibung „Innovationsinitiative Industrielle Biotechnologie“ wurden am 18. Juni 2012 am Rande der Achema in Frankfurt die Ergebnisse der ersten Förderrunde vorgestellt und die Siegerallianzen der Ausschreibung bekannt gegeben.

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Staatssekretär des BMBF, Dr. Georg Schütte: „Wir fördern hier Vorzeigeprojekte, die wegweisend für die Bioökonomie sind.“
Staatssekretär des BMBF, Dr. Georg Schütte: „Wir fördern hier Vorzeigeprojekte, die wegweisend für die Bioökonomie sind.“
(Bild: BMBF)

Frankfurt am Main – Auf der Achema 2012 hat der Staatssekretär des BMBF, Dr. Georg Schütte, eine erste positive Bilanz zur Ausschreibung gezogen. Insgesamt wurden in der ersten Runde 35 Interessensbekundungen von Industrieunternehmen eingereicht. Nach erster Prüfung wurden 15 Allianzen eingeladen, eine detaillierte Skizze des Vorhabens einzureichen. Die eingereichten Skizzen wurden von unabhängigen Gutachtern auf ihre wissenschaftliche Plausibilität und Qualität geprüft.

Am Ende wurden drei Allianzen zur Förderung vorgeschlagen. „Die zur Förderung ausgewählten strategischen Allianzen haben das Zeug dazu, unsere Industrie nachhaltig zu verändern", sagte der Staatssekretär. „Wir fördern hier Vorzeigeprojekte, die wegweisend für die Bioökonomie sind.“ Um den Strukturwandel zu einer biobasierten Industrie zu beschleunigen, sind neue Formen der Zusammenarbeit von Forschern und Industriepartnern gefragt, wie sie die drei ausgewählten Allianzen darstellen.

Die drei Siegerallianzen waren die von der RWE Power koordinierte ZeroCarb FP, die kohlenstoffreiche Nebenströme biotechnologisch nutzen wollen, die von der evocatal koordinierte FuPol, die biotechnologisch funktionalisierte Polymere für die Bau- und Textilindustrie entwickeln wollen, sowie die von der BRAIN koordinierte NatLifE 2020, welche bioaktive Wirkstoffe für die Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie bereit stellen werden. Dabei steht die Biologisierung von Industrien mit der Bereitstellung von innovativen Produkten und Systemloesungen sowie die Etablierung von nachhaltigen Prozessen im Zentrum des Interesses des BMBF.

Alle drei in der ersten Runde geförderten Allianzen haben ihren Ursprung im IWBio und werden unter maßgeblicher Beteiligung von Mitgliedsunternehmen koordiniert. Es gibt Interesse von weiteren Mitgliedsunternehmen, sich bei der Entwicklung von neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen im Bereich der industriellen Biotechnologie zusammenzuarbeiten. Dies wurde auf dem diesjährigen IWBio Workshop, welcher im Juni in Landshut abgehalten wurde, von den Mitgliedsunternehmen einvernehmlich festgehalten.

Neben der Freude über die drei zur Förderung empfohlenen Allianzen aus dem IWBio, kamen am Rande des Workshops aber auch kritische Toene auf, als die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Antrags- und Begutachtungsverfahren erörtert wurden. Mehrfach wurde von Mitgliedsunternehmen des IWBio darauf hingewiesen, dass der in der Ausschreibung betonte Allianzcharakter im Rahmen der Begutachtung bislang noch nicht hinreichend berücksichtigt wurde.

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