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BMBF fördert Wissenschaftlerinnen in der Neurowissenschaft

01.07.2008 | Redakteur: Olaf Spörkel

„Wir wollen talentierte Frauen motivieren und bei ihrer Karriere unterstützen“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan über das Projekt zur Förderung der Neurowissenschaftlerinnen.
„Wir wollen talentierte Frauen motivieren und bei ihrer Karriere unterstützen“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan über das Projekt zur Förderung der Neurowissenschaftlerinnen.

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Um die Karrierechancen von Frauen in den Neurowissenschaften zu verbessern, fördert das BMBF herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen. Aus über 70 Bewerbungen hat ein internationales Gutachtergremium fünf Wissenschaftlerinnen ausgewählt.

Berlin – Fünf Nachwuchswissenschaftlerinnen, die das BMBF im Bereich der Neurowissenschaft gezielt fördert, werden in Bonn, Hamburg, Jena und München längerfristig angelegte eigenständige Forschungsprogramme leiten.

Dadurch sollen Frauen ihre wissenschaftliche Expertise ausbauen und sich an einer deutschen Forschungseinrichtung international profilieren können. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte: „Noch immer steigen zu viele hochqualifizierte Frauen aus der wissenschaftlichen Karriere aus. Deutschland gehen dadurch wertvolle Ressourcen verloren.“

Geringer Frauenanteil im Bereich der Neurowissenschaften

Die Einbindung hoch qualifizierter Frauen in die deutsche Forschungslandschaft ist laut BMBF bisher nicht zufriedenstellend. Zwar waren 2006 fast die Hälfte der Studienanfänger in Deutschland Frauen, doch bestehen in der weiteren akademischen Laufbahn erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Nur rund fünfzehn Prozent aller Professuren sind derzeit von Frauen besetzt. Auch bei Führungspositionen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der industriellen Forschung sind Frauen deutlich unterrepräsentiert.

Folgende Forschungsgruppen in den Neurowissenschaften werden gefördert:

  • PD Dr. Florence Bareyre,Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum der Universität München, Institut für Klinische NeuroimmunologieProjekt zur Erforschung der Verbesserung der Rückenmarksfunktion bei Querschnittlähmung; Beantragte Mittel ca. eine Million Euro
  • Dr. Susanne Schoch McGovern,Universität Bonn, Institut für Neuropathologie, Emmy Noether NachwuchsgruppeProjekt zur funktionellen Dynamik und Struktur der präsynaptischen Zone; Beantragte Mittel ca. 1,8 Million Euro
  • Dr. Silke Sachse,Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, Department of Evolutionary NeuroethologyProjekt zur Erforschung der olfaktorischen Kodierung in Drosophila melanogaster; Beantragte Mittel ca. 1,3 Millionen Euro
  • Dr. Ulrike Bingel,Universität Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für NeurologieForschungsprojekt zum Thema Schmerzwahrnehmung; Beantragte Mittel ca. 1,3 Millionen Euro
  • Dr. Ileana Hanganu-Opatz,z.Zt. Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Physiologie und PathophysiologieProjekt zur Erforschung der Reifung neuronaler Netzwerke; Beantragte Mittel ca. 1,4 Millionen Euro

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