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Biopharmazeutische Herstellung Boehringer Ingelheim erhält Auszeichnung für neue Anlagentechnik

| Redakteur: Tobias Hüser

Boehringer Ingelheim erhält für Innovationen in der Anlagentechnik den „Facility of the Year Award“ von der „International Society for Pharmaceutical Engineering“ (ISPE). Die Prozessanlagen befinden sich im Produktionsbetrieb für sterile Arzneimittel am Standort Biberach/Riss. Arzneimittel mit biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen werden dort unter sterilen Bedingungen in Injektionsfläschchen, Fertigspritzen oder Ein- und Doppelkammerkarpulen abgefüllt.

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Am Standort Biberach produziert Boehringer Ingelheim Arzneimittel mit biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen.
Am Standort Biberach produziert Boehringer Ingelheim Arzneimittel mit biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen.
(Bild: Boehringer Ingelheim)

Biberach – Boehringer Ingelheim erhält die Auszeichnung für die erfolgreiche Umsetzung von Transparenz und Flexibilität sowie für Innovationen in der aseptischen Produktion von flüssigen oder gefriergetrockneten Biopharmazeutika.

Die U-förmige Anordnung der Herstellungslinien ermöglicht es, schnell auf Erfordernisse im Produktionsplan zu reagieren. Sie erlaubt den flexiblen Einsatz einzelner Verfahrensschritte bei gleichzeitiger Maximierung der Betriebszeit des Bereichs. Der neue Produktionsbereich ist ein Beispiel für optimale keimfreie Verfahren durch den Einsatz von Isolator-Technologie. Er ist ausgelegt für die Herstellung aller wichtigen Darreichungsformen von Biopharmazeutika.

In der „Aseptischen Herstellung 5“ werden flüssige und gefriergetrocknete Vials hergestellt, aber auch Einkammerkarpulen mit flüssigem Inhalt und Doppelkammerkarpulen, die den gefriergetrockneten Wirkstoff in der einen und das Lösemittel in der anderen Kammer enthalten. Dank dieser Technologie können Medikamente produziert werden, ohne dass Gefahr besteht, die Wirkstoffe oder das abgefüllte Produkt nachträglich durch Kleinstpartikel zu kontaminieren. Die keimfreie Herstellung ist eine Schlüsseltechnologie zur Produktion von Biopharmazeutika, die nicht oral verabreicht werden können, sondern gespritzt werden müssen.

Standort Biberach deckt gesamte Wertschöpfungskette ab

Boehringer Ingelheim betreibt am Standort Biberach die größten Anlagen Europas für die biopharmazeutische Entwicklung und Herstellung, sowohl für das eigene Geschäft mit Biopharmazeutika, als auch für die Auftragsproduktion biotechnologisch hergestellter Medikamente.

Unter der Marke Boehringer Ingelheim Bioxcellence wird in Biberach die gesamte Wertschöpfungskette umgesetzt, von Zelllinien- und Prozessentwicklung über die Produktion von Wirkstoffen im Großmaßstab mit Zellkulturen bis hin zur keimfreien Herstellung verschiedener Dosierungsformen des fertigen Arzneimittels. Der neue Produktionsbetrieb ist in das internationale biopharmazeutische Produktionsnetzwerk von Boehringer Ingelheim eingebettet.

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