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Citizen Science

Bürger unterstützen wissenschaftliche Forschung

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GEWISS wird Bausteine zur Weiterentwicklung liefern

Welches Potenzial in solchen Mitmach-Projekten steckt, haben inzwischen sowohl die Wissenschaft als auch die Politik entdeckt. So hat bei der Gründung der European Citizen Science Association (ECSA) 2013 der EU-Forschungskommissar Janez Potočnik das ehrgeizige Ziel verkündet, innerhalb der nächsten fünf Jahre über fünf Millionen Bürger zu motivieren, sich an organisierter Forschung zur Gesundheit und Umwelt zu beteiligen.

Auch in Deutschland wurden die Aktivitäten in den letzten Monaten forciert. Das neue Projekt GEWISS (BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger) bündelt nun verschiedene Initiativen, um Citizen Science weiter entwickeln zu können. Dazu hat sich ein Konsortium von Einrichtungen der Helmholtz- und der Leibniz-Gemeinschaft mit ihren universitären Partnern gebildet. Beteiligte Partnereinrichtungen sind das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und das Berlin-Brandenburgische Institut für Biodiversitätsforschung (BBIB) mit dem Museum für Naturkunde Berlin (MfN), dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Freien Universität Berlin, dem Leibniz-Forschungsverbund Biodiversität (LVB) sowie Wissenschaft im Dialog (WiD).

GEWISS startet am 8. Juli 2014 mit einem Auftaktworkshop, der von MinDir Matthias Graf von Kielmansegg (BMBF), Prof. Dr. Matthias Kleiner (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft) und Dr. Heike Wolke (Vize-Präsidentin der Helmholtz-Gemeinschaft) eröffnet wird. Über 100 Experten werden in Berlin die Kernpunkte für eine „Citizen Science Strategie 2020“ für Deutschland diskutieren. Dabei geht es etwa um Fragen der Datenqualität, um die Auswertung, Veröffentlichung und Umsetzung von Ergebnissen aus Citizen-Science-Projekten, um das Potenzial von Citizen Science für mehr Verständnis, Akzeptanz, Mitsprachemöglichkeiten und Umsetzungspotenziale für Forschung in der Gesellschaft. Es geht auch darum, dass sich Bürger mitverantwortlich fühlen für wissenschaftliche Prozesse. Dafür werden in den kommenden zwei Jahren verschiedene Bausteine entwickelt, beispielsweise eine Citizen-Science-Plattform, ein Leitfaden sowie Trainingsworkshops für Citizen-Sciene-Projekte. Im Rahmen von Dialogforen werden Erfahrungen ausgetauscht, bestehende Aktivitäten und Projekte sowie Bedürfnisse von Bürgern und Forschenden erfasst. Das erste „Dialogforum Citizen Science“ wird bereits am 17./18. September 2014 am UFZ in Leipzig stattfinden.

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