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Management Burnout-Prävention und Effizienzsteigerung ergänzen sich

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Eine einfache Formel, wie Unternehmen ihre Belegschaft zuverlässig gegen Burnout schützen können gibt es nicht. Individuell auf ein Unternehmen abgestimmte Beratungsangebote können jedoch Unternehmen dabei unterstützen, wirkungsvolle Maßnahmen zur Präventation einzurichten.

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(Bild: Gerd Altmann/clock:nemo, pixelio.de)

Unternehmen sind heute gefordert, ihre Mitarbeiter gegen Burnout zu schützen: Zum einen stehen menschliche Schicksale auf dem Spiel, zum anderen wertvolle Arbeitskraft und oft kaum zu ersetzendes Know-how. Individuell auf ein Unternehmen abgestimmte Beratungsangebote können erheblich dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Mitarbeiter wegen Burnout ausfallen. Neben persönlichen Aspekten, die zu seiner Entstehung beitragen, begünstigen nämlich auch Probleme im Unternehmen das Syndrom.

Auf Basis einer umfassenden Analyse von Unternehmensstruktur, Strategien und Prozessen bietet das Beratungsunternehmen Ingenics eine zielgenaue Beratung und Entwicklung von Lösungsansätzen – vor allem für den Mittelstand.

In vielen Unternehmen sind bereits Mitarbeiter aufgrund eines Burnout-Syndroms für längere Zeit ausgefallen. Neben Betroffenheit und Anteilnahme treten in solchen Situationen zwangsläufig wirtschaftliche Überlegungen auf den Plan: Denn diese Ausfälle verursachen hohe Kosten – selbst dann, wenn die Krankenkassen nach einiger Zeit die Lohnfortzahlung übernehmen. „Je nach Position kann ein einzelner Burnout-Fall 50.000 bis 100.000 Euro kosten“, sagt Jörg Herkommer, Vorstand von Ingenics.

Noch schwerer als die unmittelbare finanzielle Belastung können nicht mehr verfügbares Know-how, eine stockende Auftragsabwicklung und interne Organisationsaufwände sowie die Verunsicherung von Kollegen und Kunden wiegen. Entsprechend hoch ist in vielen Unternehmen die Motivation, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Jedoch ist den wenigsten Unternehmensleitern bewusst, dass eine wirksame Burnout-Prävention nicht in erster Linie beim einzelnen Mitarbeiter ansetzen, sondern die gesamte Organisation ins Auge fassen muss.

Burnout kann entstehen, wenn externe und interne Belastungsfaktoren zusammenwirken. Das Syndrom ist zwar noch nicht erschöpfend erforscht, es gibt jedoch zahlreiche wissenschaftlich belegte Hinweise auf Umstände, die es begünstigen.

Faktoren aus dem Arbeitsumfeld spielen eine Rolle

Auf der einen Seite stehen Faktoren aus dem Arbeitsumfeld, z. B. hohe Arbeitsbelastung über einen längeren Zeitraum, permanenter Zeitdruck sowie Rollenkonflikte, die auftreten, wenn Anforderungen, Anweisungen oder Erwartungen von verschiedenen Seiten nicht kompatibel sind. Hier einige typische Beispiele:

  • Vorgesetzte erwarten Lösungen, die nicht über normale Kanäle zu erhalten sind, unterbinden aber gleichzeitig die Nutzung alternativer Kanäle.
  • Mitarbeiter haben mehrere Vorgesetzte, z. B. in Projektarbeit und Tagesgeschäft.
  • Die Erwartungen von Kollegen und Vorgesetzten an einen Mitarbeiter kollidieren erheblich mit dessen eigenen Vorstellungen.
  • Mitarbeiter erhalten Anweisungen, die prinzipiell kompatibel sind, nicht jedoch in der vorgegebenen Zeit bzw. Qualität.

Auf der anderen Seite begünstigen persönliche Faktoren einen Burnout, z. B. die individuelle Stressbewältigungsstrategie eines Menschen oder zusätzliche Anforderungen aus seinem privaten Umfeld. Viele Präventionsprogramme setzen beim Individuum an, vernachlässigen aber das Umfeld.

Es stimmt zwar, dass Probleme erst sichtbar werden, wenn ein Einzelner wegen Burnout ausfällt; da jedoch kaum ein einzelner Mitarbeiter Faktoren wie Arbeitsbelastung und Zeitdruck beeinflussen kann, muss dort angesetzt werden, wo diese Faktoren ihren Ausgang nehmen – beim Unternehmen selbst.

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