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Studie: Flammschutzmittel Ceresana sieht gute Chancen für umweltverträgliche Flammschutzmittel

| Redakteur: Manja Wühr

Flammschutzmittel schützen vor Bränden, sind aber auch gefährlich für Gesundheit und Umwelt. Und der Markt wächst. Wo genau die Musik spielt, hat das Marktforschungsinstitut Ceresana analysiert.

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Sie retten Leben, können aber auch die Gesundheit gefährden. Ceresana hat bereits zum vierten Mal den Weltmarkt für Flammschutzmittel untersucht.
Sie retten Leben, können aber auch die Gesundheit gefährden. Ceresana hat bereits zum vierten Mal den Weltmarkt für Flammschutzmittel untersucht.
( gemeinfreies Bild)

Konstanz – Für Kunststoffprodukte, Elektro-Geräte, Baumaterialien und Textilien werden derzeit pro Jahr rund 2,15 Millionen Tonnen Flammschutzmittel verbraucht. Dazu gehören halogenierte Flammschutzmittel auf Basis von Brom und Chlor ebenso wie Aluminiumtrihydroxid (ATH), Organophosphor, Antimon-Verbindungen (ATO) und seltenere Typen. Bereits zum vierten Mal hat Ceresana den Markt für diese lebensrettenden, gleichzeitig nicht unproblematischen Produkte analysiert.

Hauptabnehmer ist die Bau-Industrie

Die wichtigsten Absatzmärkte für Flammschutzmittel sind die Baubranche und die Elektro- und Elektronikindustrie: Nahezu 53 % der weltweiten Nachfrage entfällt auf diese beiden Bereiche. Im Wohnungsbau kommen vermehrt brennbare Materialien zur Wärmedämmung und Verbesserung der Energieeffizienz zum Einsatz. Deshalb werden immer mehr Flammschutzmittel für Dämmschaumstoffe aus expandiertem Polystyrol (EPS) und Polyurethan gebraucht, aber auch zum Beispiel für Gummi-Produkte, in Klebstoffen sowie Farben und Lacken.

Link zur Studie Die komplette Marktstudie „Flammschutzmittel (4. Auflage)“ können Sie auf der Seite von Ceresana kostenpflichtig herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Die Elektroindustrie benötigt Flammschutzmittel für Leiterplatten, Computergehäuse sowie Haushalts- und Telekommunikationsgeräte - vor allem in technischen Kunststoffen wie ABS, Polyamid, Epoxid und Polycarbonat. Das drittgrößte Einsatzgebiet für Flammschutzmittel sind Kabel, gefolgt von Produkten für Fahrzeuge. Besonders der Flammschutzmittel-Verbrauch der Fahrzeugindustrie nimmt zu: Hier ist der Zuwachs mit 2,8 Prozent pro Jahr überdurchschnittlich stark.

Mit einem Marktanteil von 37 % ist Aluminiumtrihydroxid (ATH) das weltweit meist verwendete Flammschutzmittel, gefolgt von bromierten Verbindungen. Die wichtigsten Anwendungsbereiche für Flammschutzmittel auf Brom-Basis sind Elektronik- und Elektroprodukte sowie Schaumstoffe. Bromierte Flammschutzmittel sind sehr effektiv, stehen aber auch in der Kritik von Umweltschützern. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften gibt es dabei deutliche regionale Unterschiede: In Westeuropa und Nordamerika entfällt auf bromierte Verbindungen mit 6,7 bzw. 12 % nur noch ein Bruchteil der Gesamtnachfrage – in Asien hingegen liegt ihr Marktanteil noch bei 28 %. Weltweit werden bromierte und chlorierte Flammschutzmittel in den nächsten Jahren voraussichtlich die geringsten Zuwächse erzielen. Dagegen erwartet Ceresana, dass umweltverträglichere Flammschutzmittel auf Organophosphat-Basis sowie Ersatzprodukte für halogenierte Typen stark zulegen werden.

Link zur Studie Die komplette Marktstudie „Flammschutzmittel (4. Auflage)“ können Sie auf der Seite von Ceresana kostenpflichtig herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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