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Nobelpreis Chemie 2009 Chemie-Nobelpreis geht an Ribosom-Forscher

Redakteur: Marion Henig

Der Nobelpreis in Chemie geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Venkatraman Ramakrishnan, Thomas A. Steitz und Ada E. Yonath für die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur von Ribosomen – den komplexen Zellorganellen, an denen die Proteinbiosynthese stattfindet.

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Venkatraman Ramakrishnan
Venkatraman Ramakrishnan
( Bild: MRC Laboratory of Molecular Biology Cambridge, United Kingdom )
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Stockholm – Ribosomen stehen seit Jahren im Mittelpunkt zahlreicher biochemischer, biophysikalischer und genetischer Forschungsbestrebungen, denn sie sind für das Leben von essenzieller Bedeutung: Sie sind die Zellorganellen, an denen die Proteinbiosynthese stattfindet. Ribosomen bestehen aus Proteinen und verschiedenen RNA-Komponenten und sind aus zwei Untereinheiten – einer großen und einer kleinen – zusammengesetzt. Wie eine Fabrik empfangen sie genetisch kodierte Produktionspläne in Form von messenger-RNA aus dem Zellkern, nach denen sie Aminosäure um Aminosäure so zusammenfügen, dass funktionsfähige Proteine entstehen. Wird die Arbeit der Ribosomen gehemmt, stirbt die Zelle. Daher ist das Verständnis der Proteinbiosynthese zentral für die Entschlüsselung des Lebens, aber auch für das Verständnis der Entstehung von Krankheiten. Den drei Preisträgern ist es gelungen, dreidimensionale Modelle zu erstellen, die zeigen, wie das Ribosom aussieht und wie es auf atomarer Ebene funktioniert.

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