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Einkauf Chemie und Pharma beim Einkauf nur Mittelmaß

| Redakteur: Matthias Back

„Mittelmaß“ ist keine Auszeichnung, die man besonders gerne erhält, vor allem nicht in der Wirtschaft. In der jüngsten ConMoto-Studie „Wie wertorientiert arbeitet Ihr Einkauf?“ belegt das Branchencluster Chemie, Pharma und Medizintechnik nur einen Platz im hinteren Mittelfeld des Industrierankings. Es zeigen sich erhebliche Wertsteigerungspotentiale im Einkauf.

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Lediglich für einen Platz im hinteren Mittelfeld reichte es für die Branchencluster Chemie, Pharma und Medizintechnik beim jüngsten Industrieranking „Wie wertorientiert arbeitet Ihr Einkauf?“ im Rahmen einer ConMoto Studie.
Lediglich für einen Platz im hinteren Mittelfeld reichte es für die Branchencluster Chemie, Pharma und Medizintechnik beim jüngsten Industrieranking „Wie wertorientiert arbeitet Ihr Einkauf?“ im Rahmen einer ConMoto Studie.
(Bild: ConMoto)

München - Erstklassiges, wertorientiertes Einkaufsmanagement umfasst weit mehr als Waren- und Dienstleistungsbeschaffung zu möglichst niedrigen Preisen. Die Art der Zusammenarbeit mit den Lieferanten sowie den unternehmensinternen Bereichen nimmt einen maßgeblichen Stellenwert ein. Nicht nur, was die Versorgungssicherheit anbelangt, sondern auch im Hinblick auf Innovation und Produktentwicklung. Hier ist eine frühzeitige Einbeziehung des Einkaufs heute „state of the art“. Letztlich sind alle Aktivitäten im Kontext einer übergeordneten Einkaufsstrategie zu sehen, welche sich wiederum aus der Unternehmensstrategie ableitet.

Im Rahmen der ConMoto-Studie bewerteten Topmanager aus 111 Unternehmen und 8 Branchenclustern ihr Beschaffungsmanagement anhand von zentralen Einflussbereichen eines wertorientierten Einkaufs. Die Gesamtnote über alle Unternehmen und Branchen hinweg lautet „befriedigend“, wobei die Spreizung im Notenspiegel erheblich ist. Einige Unternehmen sind weit abgeschlagen und haben noch sehr viel Grundsatzarbeit zu leisten, während andere bereits sehr professionell agieren. „Jedoch steckt auch in diesen Unternehmen auf verschiedenen Feldern noch erhebliches Verbesserungspotential, d. h. es können noch deutliche Ergebnis- und Liquiditätssteigerungen erzielt werden“, sagt Prof. Dr.-Ing. Andreas R. Voegele, Geschäftsführender Gesellschafter und Einkaufsexperte bei ConMoto sowie langjähriges Mitglied des BME-Bundesvorstandes.

Einkauf im Branchencluster Chemie, Pharma und Medizintechnik nur Mittelmaß

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass vorhandene Wertschöpfungspotentiale im Einkauf nicht nachhaltig ausgeschöpft werden. Gerade im Vergleich zur Vorzeigebranche „Automotive“ besteht noch viel Nachholbedarf. In Schulnoten gesprochen gaben die befragten Topmanager des Branchenclusters Chemie, Pharma und Medizintechnik ihrem Einkauf die Note „befriedigend“ (ø 2,8). Bei den Einflussbereichen Entscheidungseffizienz und Einkaufsstrategie belegt die Branche nur den letzten Abbildung 1: „Wie wertorientiert arbeitet Ihr Einkauf?" – Branchenranking Pressemitteilung (Oktober 2012) Platz (ø 3,2 bzw. 3,3) innerhalb des Industrievergleichs. Jeweils 18 Prozent der Unternehmen bewerten sich hier sogar mit der Note „ungenügend“.

Auch in den übrigen Einflussbereichen eines erstklassigen wertorientierten Einkaufs wie zum Beispiel dem Warengruppenmanagement zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Branche reiht sich durchwegs nur im hinteren Mittelfeld ein.

Die komplette Studie als Download finden Sie hier auf PROCESS.de.

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