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LABORPRAXIS-Newsticker Polen: Forscher sehen giftige Algen als Grund für Oder-Fischsterben

Aktualisiert am 30.09.2022 Quelle: dpa

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Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
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(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com)

29. September

Warschau (dpa) 16:49 Uhr – Polen: Forscher sehen giftige Algen als Grund für Oder-Fischsterben

Polnische Wissenschaftler haben die These bestätigt, dass eine giftige Alge das Fischsterben in der Oder ausgelöst hat. Ein erneutes Auftreten der Algenart Prymnesium parvum in den kommenden Jahren sei möglich, warnten die Experten am Donnerstag in Warschau bei der Vorstellung eines vorläufigen Berichts. Sie empfahlen, die Wasserqualität künftig systematisch zu kontrollieren und die Genehmigungen für Betriebe zum Einleiten von Abwasser zu überprüfen. Am Freitag will das deutsche Bundesumweltministerium die Abschlussergebnisse der deutschen Seite veröffentlichen.

Das polnische Umweltministerium hatte eine Gruppe von 49 Experten aus 14 Forschungsinstituten damit beauftragt, den Ursachen der Umweltkatastrophe auf den Grund zu gehen. «Der Grund für das Fischsterben war höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung einer Algenblüte», sagte die Wasserbiologin Agnieszka Kolada vom Institut für Umweltschutz.

Im Juli und August waren in der Oder auf polnischer und deutscher Seite massenhaft tote Fische entdeckt und eingesammelt worden. Auf polnischer Seite waren es laut Kolada 249 Tonnen. Nach einer langwierigen Suche nach den Ursachen war in Wasserproben sowohl in Polen als auch in Deutschland die Algenart Prymnesium parvum nachgewiesen worden. Sie kann ein für Fische tödliches Gift bilden.

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Frankfurt/Main (dpa) 13:27 – Covestro-Chef Steilemann zum Chemie-Präsidenten gewählt

Der Vorstandschef des Leverkusener Kunststoff-Konzerns Covestro, Markus Steilemann, steht ab sofort an der Spitze des Verbands der Chemischen Industrie (VCI). Er wurde am Donnerstag auf einer Mitgliederversammlung des VCI in Berlin gewählt, wie der Verband in Frankfurt mitteilte. Der Manager löst Christian Kullmann ab, der Chef des Spezialchemiekonzerns Evonik mit Sitz in Essen ist und Mitglied im VCI-Präsidium bleibt. Die Präsidentschaft bei dem Verband dauert satzungsgemäß zwei Jahre.

Der promovierte Chemiker und Betriebswirt Steilemann (52) übernimmt die Präsidentschaft des VCI in schwierigen Zeiten: Besonders wegen der rasant gestiegenen Gaspreise steht die energieintensive Chemie- und Pharmaindustrie unter dem Druck hoher Kosten, den sie nur begrenzt an Kunden weitergeben kann. Die Zeiten für die deutsche Chemie seien «noch nie so ernst und herausfordernd» gewesen wie jetzt, sagte Steilemann. Niemand dürfe die Augen davor verschließen, dass auch solide geführte Firmen wegen Energiepreise mit dem Rücken zur Wand stünden, ihre Produktion drosselten oder gar einstellten.

Der VCI vertritt die Interessen der Chemie- und Pharmaindustrie mit gut 530 000 Beschäftigten hierzulande. Im vergangenen Jahr erzielte die drittgrößte deutsche Industriebranche nach dem Auto- und Maschinenbau einen Rekordumsatz von rund 220 Milliarden Euro.

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