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Wacker Chemie mit Rekordergebnis aus der Krise

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14. Januar

Brüssel (dpa) *14:57 Uhr – Farbstoff Titandioxid künftig im Essen verboten

Kaugummis, Süßigkeiten und andere Lebensmittel müssen in Zukunft ohne den weit verbreiteten weißen Farbstoff Titandioxid auskommen. Die EU-Kommission hat am Freitag ein Verbot für den Zusatzstoff in Lebensmitteln wegen möglicher Krebsrisiken erlassen. Es tritt den Angaben zufolge in sechs Monaten in Kraft. „Mit dem heutigen Verbot entfernen wir einen Lebensmittelzusatzstoff, der nicht mehr als sicher gilt“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Der als E171 bekannte Stoff kommt auch in Backwaren, Suppen und Salatsoßen vor. Die EU-Kommission hatte ihren Vorschlag im vergangenen Frühjahr auf Grundlage einer überarbeiteten Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) vorgelegt.

Die EU-Staaten hatten dem Verbot bereits zugestimmt.

Berlin (dpa) *14:27 Uhr – Studie: Medikamenten-Rückstände im Abwasser verursachen hohe KostenRückstände eines Schmerzmittelwirkstoffs im Abwasser könnten einer Studie zufolge Reinigungskosten von 1,5 Milliarden Euro innerhalb von 30 Jahren verursachen. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um Diclofenac, der allein für 22,4 Prozent der schädlichen Stoffe im Abwasser steht, wie aus einer von dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Auftrag gegebenen Untersuchung hervorgeht. Diclofenac sei in 129 Präparaten von 42 Herstellern in Deutschland zu finden.

Laut BDEW wird der Medikamentenverbrauch wegen der alternden Gesellschaft bis 2045 um bis zu 70 Prozent steigen. Dadurch könne die Verschmutzung des Abwassers durch Rückstände von Medikamenten erheblich zunehmen. Die Folge seien zusätzliche Kosten von insgesamt 5,85 Milliarden Euro innerhalb von 30 Jahren, weil dann weitere Reinigungsstufen für Kläranlagen eingeführt werden müssten. Die Kosten sollen nicht die Verbraucher belasten, deshalb schlägt der BDEW die Einführung eines Fondsmodells vor: Dabei werden die Hersteller von Medikamenten sowie anderen eingetragenen Stoffen an der Finanzierung der zusätzlichen Reinigungsstufe beteiligt. Das Abwasser in den Kläranlagen wird gereinigt und gelangt dann in Flüsse und Seen. Insgesamt seien 95 Prozent aller schädlichen Stoffe, die im Abwasser in Kläranlagen im Untersuchungsgebiet in Nordrhein-Westfalen zu finden waren, auf zehn Stoffe zurückzuführen.

Hier geht es zum Gutachten zur Umsetzbarkeit der Fonds-Lösung zur Finanzierung der Spurenstoff-Elimination in Kläranlagen.

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