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LABORPRAXIS-Newsticker Mainz will Campus für Biotechnologie anschaulich machen

| Aktualisiert am 16.05.2022Quelle: dpa

Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com)

15. Mai

Mainz (dpa/lrs) 3:35 Uhr – Mainz will Campus für Biotechnologie anschaulich machen

Die Stadt Mainz plant ein visuelles Modell für den geplanten Campus zur Biotechnologie. «Wir spüren, dass diese Pläne für viele Bürgerinnen und Bürger nicht richtig greifbar sind», sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Deshalb wollen wir die Planungen bildhaft veranschaulichen und im Stadtbild sichtbar machen.» Ein solches Modell sei auch sinnvoll, um den künftigen Biotech-Campus Mainz auch international sichtbarer zu machen.

Grundlage dafür soll die kurz vor der Fertigstellung stehende Bedarfsanalyse eines Beratungsunternehmens sein, das die benötigten Flächen in der Stadt ebenso untersucht hat wie Anforderungen an Vernetzung und Marketing. «Damit entwickeln wir unsere Roadmap zur Umsetzung der Campus-Idee», sagte Ebling. Die Kernzonen umfassen die Forschung an der Johannes-Gutenberg-Universität, etwa mit dem Institut TRON (Translationale Onkologie) der Universitätsmedizin zur Erforschung neuer Mittel gegen Krebs, ebenso wie die Standorte von Unternehmen wie Biontech.

Für den Ausbau zum internationalen Biotechnologie-Standort hat die Stadt weitere 50 Hektar Planungsgebiet ins Auge gefasst. Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für diese bislang meist landwirtschaftlich genutzte Fläche soll noch in diesem Jahr beginnen. In den nächsten zehn Jahren rechne Mainz mit rund 5000 neuen Arbeitsplätzen in der Biotechnologie und geschätzt einer Milliarde Euro Investitionsvolumen.

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13. Mai

Leverkusen (dpa/lnw) 15:25 Uhr – Bayer investiert 275 Millionen Euro in neue Tablettenfabrik

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer investiert in Leverkusen rund 275 Millionen Euro in den Bau einer neuen Anlage für die Arzneimittelproduktion. Am Freitag war Richtfest. Daran nahmen auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) teil. Die Anlage «Solida 1» mit einer Grundfläche von 15 000 Quadratmetern soll 2024 fertig sein. Unter anderem sollen dort Tabletten zur Behandlung von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hergestellt werden. Rund 100 Menschen sollen in dem Gebäude arbeiten.

«Die Investition beweist großes Vertrauen in die Region als Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie», sagte Scholz (SPD) laut einer Mitteilung. «Bayer bekennt sich auch für die Zukunft eindeutig zum Standort Deutschland», erklärte Bayer-Vorstandschef Werner Baumann. Die neue Anlage wird nach seinen Worten bei Digitalisierung und Energieeffizienz «völlig neue Maßstäbe» setzen. Der Energiebedarf der Anlage soll weitgehend durch eine Geothermie-Anlage gedeckt werden.

12. Mai

München (dpa) 8:15 Uhr – Laborspezialist Synlab erhöht Umsatzziel für 2022

Der Laborspezialist Synlab hat im ersten Quartal wegen einer weiter hohen Nachfrage unter anderem nach Covid-19-Tests sein Umsatzziel für 2022 erhöht. Synlab rechne nun im laufenden Jahr mit Erlösen von rund 3,1 Milliarden Euro, wie das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Zuvor hatten die Münchener rund drei Milliarden im Visier nach 3,76 Milliarden Euro im Vorjahr.

Auch für die Marge wird das Unternehmen etwas optimistischer. Vom Umsatz sollen nun mindestens 24 Prozent und damit ein Prozentpunkt mehr als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hängen bleiben. Maximal rechnet Synlab weiterhin mit einer bereinigten Ebitda-Marge von 25 Prozent. 2021 waren vom Umsatz noch 32,1 Prozent als bereinigtes Ebitda hängen geblieben.

Im ersten Quartal legten die Erlöse im Jahresvergleich um 13,1 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 10,1 Prozent auf 356,9 Millionen Euro. Die entsprechende Marge betrug 33,6 Prozent.

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Darmstadt (dpa) 7:21 Uhr – Merck wächst auch zum Jahresauftakt und verdient mehr

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA kann sich trotz des zunehmenden ökonomischen Gegenwinds weiterhin auf seine wichtigsten Wachstumstreiber verlassen. Das Laborgeschäft verzeichnete zum Jahresauftakt erneut ein Rekordquartal, und auch in der Pharmasparte und im Geschäft mit der Halbleiterindustrie wuchsen die Erlöse. Der Konzernumsatz stieg somit von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um rund zwölf Prozent auf knapp 5,2 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Darmstadt mitteilte. Ein Teil davon war positiven Währungseffekten geschuldet, diese herausgerechnet betrug das Plus aus eigener Kraft noch knapp acht Prozent.

Merck sei «vielversprechend» in das Jahr gestartet, sagte Konzernchefin Belen Garijo laut Mitteilung anlässlich der Zahlenvorlage. Sie nannte erstmals konkrete Ziele für 2022. So soll der Umsatz auf 21,6 bis 22,8 Milliarden Euro wachsen, nach 19,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) rechnet der Vorstand mit einem Anstieg auf 6,6 bis 7,1 (Vorjahr: 6,1) Milliarden Euro.

Im ersten Quartal war das bereinigte Betriebsergebnis um knapp acht Prozent auf 1,6 Milliarden Euro geklettert. Unter dem Strich verdiente Merck nach Steuern mit 884 Millionen Euro rund 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit traf der Konzern die Erwartungen am Markt.

11. Mai

Hilden, Germantown/USA (Qiagen) 16:32 Uhr – Qiagen erwirbt Mehrheitsanteil an Enzym-Hersteller Blirt S.A

Qiagen gab heute bekannt, dass das Unternehmen Vereinbarungen über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung von 96 % an dem Unternehmen Blirt S.A. (polnische Börse: BLR), einem in Danzig ansässigen Hersteller von rekombinanten Enzymen für die Life Sciences-Industrie, unterzeichnet hat.

Blirt entwickelt, produziert und vertreibt maßgeschneiderte und standardisierte Lösungen rund um Proteine und Enzyme sowie molekularbiologische Reagenzien. Das Portfolio des Unternehmens umfasst Proteine und Enzyme, die für die Life Sciences-Industrie und Hersteller von diagnostischen Kits, insbesondere für Anwendungen im Nicht-COVID-Bereich, von besonderer Bedeutung sind. Blirt wurde 1994 in Danzig, Polen, gegründet, beschäftigt rund 90 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von weniger als 10 Millionen US-Dollar.

Im Rahmen der Vereinbarungen hat Qiagen mehr als 96% der ausstehenden Aktien von Blirt auf Basis von Transaktionen mit einer Gruppe führender Aktionäre erworben. Qiagen beabsichtigt, die alleinigen Eigentumsrechte für Blirt zu erlangen, deren vollständige Konsolidierung nach Abschluss der Transaktion im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen sein soll. Die Übernahme von Blirt hat dabei keine wesentlichen Auswirkungen auf Qiagens finanziellen Ausblick für das Gesamtjahr 2022, der am 26. April 2022 veröffentlicht wurde.

10. Mai

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) – Produktion von Batterie-Rohstoff geplant - 80 neue Jobs

Rund 120 Millionen Euro investiert das Unternehmen AMG Lithium in den Bau einer neuen Anlage in Bitterfeld-Wolfen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begannen am Mittwoch die Bauarbeiten. Rund 80 Arbeitsplätze sind geplant, wie ein Sprecher mitteilte. Nach Unternehmensangaben ist der Neubau der Veredlungsanlage für Lithiumhydroxid in Batteriequalität die erste ihrer Art in Europa.

Der chemische Grundstoff dient den Angaben zufolge unter anderem für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge oder Tablets. Von Bitterfeld-Wolfen aus werde die Firma ab der zweiten Jahreshälfte 2023 die europäische Batterieindustrie mit Lithiumhydroxid versorgen. Die Produktionskapazität liege zunächst bei 20 000 Tonnen im Jahr.

AMG Lithium aus Frankfurt hatte das Grundstück für die Fabrik im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen erworben. Die Anlage sei die erste von fünf geplanten Modulen am Standort, so dass am Ende rund 100 000 Tonnen Lithiumsalze dort produziert werden könnten. Vorprodukte für die Anlagen kommen demnach aus einer Mine in Brasilien. Die AMG Lithium ist eine Tochter des niederländischen AMG-Konzerns, der 3000 Mitarbeiter hat.

10. Mai

Frankfurt/Main (dpa) 14:00 Uhr – Teure Düngemittel - Agrarchemie warnt vor Gas-Embargo gegen Russland

Angesichts von rasant gestiegenen Düngerpreisen warnt die Agrarchemiebranche vor einem Gas-Embargo gegen Russland. Ohne russisches Gas ließen sich Düngemittel in Deutschland kaum produzieren, sagte Marco Fleischmann, Vorsitzender des Fachbereichs Pflanzenernährung im Industrieverband Agrar (IVA), am Dienstag in Frankfurt. Dann müsse man Ammoniak, ein Grundstoff für die allermeisten Stickstoff-Dünger, importieren und sich so wieder stark von Russland abhängig machen. Denn das Land sei ein wichtiger Exporteur auch von Ammoniak.

Stickstoffdünger, aber auch Kali- und Phosphatprodukte haben sich wegen der hohen Energiepreise seit vergangenem Jahr stark verteuert. Darunter leiden die Bauern. Der Gaspreis macht bei Stickstoffdünger 80 bis 90 Prozent der Produktionskosten aus. Russland spielt eine doppelte Rolle auf dem Weltmarkt - als wichtiger Lieferant sowohl von Erdgas als auch von Stickstoff, Phosphat und Kali. Manche Chemieunternehmen haben schon Anlagen für Ammoniak gedrosselt, weil sie höhere Energiepreise nicht an Kunden weitergeben konnten. Eine Prognose, ob sich Düngemittel wegen des Ukraine-Kriegs noch weiter verteuern, wollte der IVA nicht abgeben. Der Verband vertritt Agrarchemiefirmen, darunter Konzerne wie Bayer und BASF.

Die Ziele der «Farm-to-Fork-Strategie», mit der die EU eine umweltfreundlichere Landwirtschaft mit weniger Dünger und Pestiziden durchsetzen will, seien «außerordentlich ambitioniert, aber nicht unerreichbar», sagte IVA-Präsident Michael Wagner. Die Digitalisierung helfe durch eine zielgenauere Ausbringung etwa ein Viertel der Menge an Pflanzenschutzmitteln ohne Verlust an Produktion einzusparen.

Hamburg (Eppendorf) 10:09 Uhr – Eppendorf steigert 2021 Umsatz auf 1,1 Mrd. Euro

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die weltweit agierende Eppendorf Gruppe einen Anstieg des Konzernumsatzes auf 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 967,2 Mio. Euro). Das entspricht einer Steigerung von 13,8 Prozent (Vorjahr: 20,3 Prozent). Auch das Betriebsergebnis entwickelte sich 2021 deutlich positiv und erreichte 272 Mio. Euro (Vorjahr: 217,7 Mio. Euro) bei einer EBIT-Marge von 24,7 Prozent (Vorjahr: 22,5 Prozent).

Hervorzuheben seien die bemerkenswerten Umsatzsteigerungen der asiatischen Marktregionen. So steigerte die Marktregion Asia/Pacific/Africa (APA) ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 Prozent. Ein ähnlich starkes Wachstum verzeichnete die Marktregion China, die um 20,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum zulegte. Die Marktregion Europe entwickelte sich im Berichtszeitraum ebenfalls positiv und erzielte trotz des starken Vorjahresumsatzes ein Plus von 13,2 Prozent im Vergleich zu 2020. Dies gilt auch für die Marktregion Americas. Sie konnte sich die Lieferprobleme einiger Wettbewerber zunutze machen und erneut um 7,9 Prozent wachsen.

Für das Gesamtjahr 2022 geht Eppendorf von einem weiterhin weltweit hohen Bedarf an Laborgeräten, -materialien und Services aus und sieht sich mit seinem Produkt-, Service- und Lösungsportfolio sehr gut aufgestellt. Im weiteren Verlauf dieses Jahres wird sich die Nachfrage in den besonders stark nachgefragten Produktgruppen wahrscheinlich etwas normalisieren. Entsprechend wird für 2022 ein moderates Umsatzwachstum erwartet.

Der Geschäftsbericht 2021 der Eppendorf SE ist online auf der Unternehmensseite verfügbar.

9. Mai

Dortmund (Akademie Fresenius) 10:30 Uhr – Online-Vortragsreihe zur EU-Chemikalienstrategie CSS

Die „Chemicals Strategy for Sustainability“ (CSS) könnte einer der größten transformativen Prozesse werden, den die Chemische Industrie je durchlaufen wird. Die Akademie Fresenius wird diesen Prozess mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema begleiten. Der erste Teil ist kostenlos.

Die Termine:

  • Part 1 / The CSS: Key Issues and workable solutions (kostenlose Teilnahme)
    19. Mai 2022 | 10:00 -12:30 CEST
  • Part 2 / Reforming REACH restriction and authorisation
    31. Mai 2022 | 10:00-12:00 CEST
  • Part 3 / Revision of the CLP Regulation: The problem of harmonizing CLP and GHS
    13. Juni 2022 | 10:00-12:00 CEST
  • Part 4 / Polymer Registration as part of the Chemicals Strategy for Sustainability
    27. Juni 2022 | 10:00-12:00 CEST

Weitere Infos zur Vortragsreihe zur EU-Chemikalienstrategie sind auf der Homepage der Fresenius Akademie zu finden.

6. Mai

Berlin (Spectaris) 7:59 Uhr – Mathis Kuchejda als Spectaris-Vorsitzender wiedergewählt

Mathis Kuchejda, Geschäftsführer der Schmidt + Haensch GmbH & Co, bleibt Vorsitzender der Analysen-, Bio- und Labortechnik im deutschen Industrieverbandes Spectaris. Der Branchentag Analysen- Bio- und Labortechnik (ABL) bestätigte Kuchejda am 28. April in seinem Amt. Somit steht Kuchejda für drei weitere Jahre an der Spitze der ABL bei Spectaris.

Der in diesem Jahr komplett virtuelle Branchentag bestätigte auch Peter Schütte, Geschäftsführer der Brand GmbH + Co KG, in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender. Ebenfalls wiedergewählt wurden in den Vorstand: Michael Fischer, Vorstandsvorsitzender der 2mag AG, Dr. Axel Jahns, Vice President Corporate Citizenship & Governmental Affairs der Eppendorf SE, Heinrich Jürgens, Geschäftsführer der Jüke Systemtechnik GmbH, Dr. Eike Kleine-Benne, Leiter Innovation und Technik der GERSTEL GmbH & Co. KG, und Jürgen Semmler, Geschäftsführer der Shimadzu Europa GmbH.

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