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Weiterbildung Chemieunternehmen legen hohen Wert auf Weiterbildung ihrer Mitarbeiter

| Redakteur: Tobias Hüser

Hinter jedem Produkt stecken qualifizierte Mitarbeiter. Das weiß vor allem die Chemie- und Pharmaindustrie zu schätzen und investiert deshalb mehr Geld und Zeit in Weiterbildung als der Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes. Über 90 % der Unternehmen aus der Branche bilden ihre Mitarbeiter weiter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie.

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„Mit einem starken Weiterbildungsengagement investieren wir in die Köpfe und die Innovationskraft unserer Branche“, sagt BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller.
„Mit einem starken Weiterbildungsengagement investieren wir in die Köpfe und die Innovationskraft unserer Branche“, sagt BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller.
(Bild: BAVC)

Wiesbaden – Die Fakten im Einzelnen: 91,3 % der Chemie-Firmen haben ihre Beschäftigten im Jahr 2013 weitergebildet. Im Vergleich zum Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes ist dies ein Vorsprung von 7,5 Prozentpunkten (Verarbeitendes Gewerbe: 83,8 %).

Auch die Intensität der Weiterbildung lag in der Chemie deutlich höher: Während im Verarbeitenden Gewerbe pro Mitarbeiter lediglich 21,3 Stunden für Weiterbildung eingesetzt wurden, waren es in der Chemie 2013 rund 29 Stunden. Auch wurde in der Branche mehr Geld für die Qualifizierung aufgewandt: mit 1305 Euro je Beschäftigten liegt die Branche damit rund 140 Euro pro Kopf über dem Verarbeitenden Gewerbe (1169 Euro).

Hauptmotive für das Weiterbildungsengagement in der Chemie-Branche sind der Erwerb neuer Kompetenzen, die Erhöhung der Motivation und Arbeitszufriedenheit sowie die langfristige Bindung von Beschäftigten. Damit einhergehen sollen aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch Verbesserungen bei Leistungsfähigkeit und Produktivität. In acht von zehn Chemie-Betrieben dient Weiterbildung der Sicherung von Innovationsfähigkeit.

Weiterbildung fördert Wettbewerbsfähigkeit

BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller wertet das Ergebnis der Studie als positives Signal für den Chemie-Standort Deutschland: „Mit einem starken Weiterbildungsengagement investieren wir in die Köpfe und die Innovationskraft unserer Branche. Angesichts des wachsenden globalen Wettbewerbs und der demografischen Herausforderung müssen alle vorhandenen Potenziale bestmöglich ausgeschöpft werden.“ Stiller sieht Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen gefordert, um das Thema Weiterbildung weiterhin erfolgreich fortzusetzen.

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