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Reinraumtechnik Cleanzone: Neue Messe für Reinraumtechnik

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Reinräume sind nicht nur in der Pharma-, der Lebensmittel- und der Halbleiterindustrie notwendig sondern auch in Branchen, wie der Medizintechnik oder der Nanotechnologie. Welche neuen Anforderungen, Materialien und Anwendungsgebieten sich die Reinraumtechnik stellen muss, ist Thema der neuen Messe Cleanzone.

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Die neue Cleanzone richtet sich an alle Branchen, die mit Reinraumtechnik arbeiten.
Die neue Cleanzone richtet sich an alle Branchen, die mit Reinraumtechnik arbeiten.
(Bild: Messe Frankfurt)

Die internationale Fachmesse Cleanzone geht am 24. und 25. Oktober 2012 in Frankfurt am Main an den Start. Hintergrund für die Neugründung: Reinräume spielen in nahezu jeder Hightech-Branche eine wesentliche Rolle, z.B. in der Pharma-, der Lebensmittel- und der Halbleiterindustrie aber auch in Branchen wie der Medizintechnik oder der Nanotechnologie.

Als starken Treiber für die Reinraumtechnologie sieht die Messe den Trend zur Miniaturisierung wie etwa in der Raum-, Luft-, Halbleiter- und Nanotechnologie. Die sich auf diesen Gebieten ständig neu entwickelnden Anforderungen öffnen neue Möglichkeiten: Reinraumzonen statt ganzer Reinräume, effektivere Kombination verschiedener Reinraum-Klassen oder kleinere, flexibel einsetzbare Reinräume sorgen dafür, dass sich deren Einsatz in immer mehr Branchen rechnet. Reinräume mittlerer Klassen finden beispielsweise schon jetzt verstärkt Verwendung in der Automobilindustrie, u.a. bei der Produktion von hochedlen Innenausstattungen oder Lackierungen. Der Grund ist einfach: Der Anspruch der Kunden an das Design der Edel-Marken steigt und die Industrie ist gefordert, mit überzeugender Qualität zu antworten.

Kunststoffverarbeitung in Reinräumen – neue Herausforderung für die Techniker

Ebenfalls ein starker Trend sei die voranschreitende Substitution von Materialien: Insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel- und Gesundheitsindustrie gewinnt der Einsatz von Kunststoff weiter an Bedeutung für Produkte wie Verpackungen, Ampullen, Spritzen o.ä. Medizintechnische Innovationen wie bioresorbierbare Implantate oder Semicoated-Linsen für die minimalinvasive Chirurgie setzen hierbei höchste Maßstäbe. Allerdings stellt gerade die Herstellung bzw. Verarbeitung von Kunststoff eine besondere Herausforderung für die Reinraumtechnologie dar. Probleme wie Wärmeentwicklung, der Einsatz von Schmierölen oder die zum Reinraum konträr laufenden Luftströme müssen gelöst werden. Neue Ideen und Standards sind gefragt. Daher eröffnen sich aktuell für die Experten auf diesem Gebiet beste Chancen auf den internationalen Märkten.

Diese Herausforderungen erwarten die Zulieferer

Onkologie, Krankenhaushygiene, Biopolymere, multifunktionale Proteine, Luftfahrt- oder Halbleitertechnologie - über alle Einsatzgebiete hinweg sehen sich die verschiedenen Industrien, aber auch die Planer von Reinräumen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Einige der wichtigsten sind die weltweit steigenden Qualitätsansprüche der Kunden sowie die steigende Nachfrage nach lupenreinen Produkten aus dem Reinraum. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Hersteller gezwungen, die eigene Produktion und gegebenenfalls die Zulieferer beständig zu kontrollieren und zu optimieren. Dazu bestimmen gerade für pharma- und medizin-technische Produkte immer schärfer werdende gesetzliche Anforderungen den internationalen Markt und führen außerdem zu wesentlich härteren Produkthaftungen, die die gesamte Herstellung betrifft. In der Folge sind auch immer mehr zuliefernde Unternehmen gefordert, Lösungen zu finden, in Reinräumen zu produzieren und zu verpacken.

An zwei Tagen präsentieren sich auf der Fachmesse Cleanzone Hersteller von Reinraumanlagen und -technik, Baukomponenten und Verbrauchsmaterialien sowie Universitäten und Hochschulen. Aussteller sind u.a. Unternehmen wie BSR, CAS Clean-Air-Service, Colandis, Hydroflex, Kimberly-Clark, PPS Pfennig und WISAG.

Ein Fachkongress begleitet die Messe und soll wissenschaftlich fundiertes und herstellerunabhängiges Wissen liefern. Referenten sind internationale Experten, darunter Koos Agricola (ICCCS International Confederation of Contamination Control Societies), Dr. Udo Gommel (Fraunhofer IPA), Conor Murray, (3dimension Cleanroom und Vorsitzender der Irischen Reinraumgesellschaft), Joachim Ludwig (Colandis), Gabriele Schmeer-Lioe (Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf) sowie Florian Dittel (Dittel Engineering).

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