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Cyberkriminaltität kostet Weltwirtschaft 445 Mrd. Dollar

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Im McAfee-CSIS-Report werden vielfältige Schadensarten in die Berechnung der finanziellen Auswirkungen von Cybercrime einbezogen: Von Wirtschaftsspionage, Finanzstraftaten und Marktmanipulation über die Opportunitäts- und „Aufräumkosten“ für Unternehmen bis hin zu den vielfältigen Vorfällen in Bezug auf persönliche Nutzerdaten. Die Aufräumkosten – im Report „Recovery Costs“, also Kosten, um die digitale Infrastruktur nach einem Angriff zu säubern und beispielsweise Image-Schäden einzudämmen – machen oft ein Vielfaches dessen aus, was Hacker eigentlich an Profit aus ihren Aktivitäten ziehen. In Italien beispielsweise schätzt der Report die Schäden durch Hacker auf 875 Mio. Dollar, die Recovery Costs aber auf 8,5 Mrd. Dollar.

Deutschlamd trägt anteilig die höchsten Kosten

Mit Schäden in Höhe von etwa 1,6 % des BIP trägt Deutschland im internationalen Vergleich anteilig die höchsten Kosten. Die Niederlande folgen hier mit 1,5 %, gefolgt von den USA und Norwegen mit je 0,64 % und China mit 0,63 %. Je besser die jeweiligen Länder Daten erfassen, desto selbstbewusster sind die Länder auch, was die gemeldete Schadenshöhe betrifft. In Deutschland wird beispielsweise im Vergleich viel erfasst – in Großbritannien weniger. Auch daraus können sich Unterschiede bei den BIP-Anteilen ergeben.

„Die Qualität der Daten schwankt von Land zu Land, und wir haben, wie wir auch im Report sagen, noch kein vollständiges Bild“, erklärt Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee. „Der Schaden für einzelne Länder sowie die Weltwirtschaft insgesamt könnte also in Wirklichkeit noch deutlich höher ausfallen. Ein Ziel dieses Reports ist es auch, alle Beteiligten – Unternehmen wie staatliche Institutionen – dazu anzuhalten, Cybercrime noch besser zu erfassen und noch mehr Transparenz zu schaffen.“

Von Verlusten zu wirtschaftlichen Gewinnen

Regierungen unternehmen inzwischen beträchtliche Anstrengungen, um Daten über Cyberkriminalität systematisch zu sammeln und zu veröffentlichen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beispielsweise arbeitet an Lageberichten. Mehr Transparenz soll Unternehmen und Organisationen dabei helfen, bessere Entscheidungen in Bezug auf den Umgang mit Risiken und ihre Policies treffen zu können.

Public-Private-Partnerships könnten die Informationslage verbessern

Eine bessere internationale Zusammenarbeit sowie Public-Private-Partnerships verbessern die Informationslage ebenfalls. Erst vergangene Woche gaben elf Staaten in Kooperation die Aushebung eines Rings von Kriminellen bekannt, die hinter dem Game-Over Zeus-Botnet standen.

„Aus dem Bericht geht besonders deutlich hervor, welche wirtschaftlichen Vorteile ein erfolgreicher Kampf gegen Cyberkriminalität mit sich bringt“, sagt Scott Montgomery, Chief Technology Officer, Public Sector bei McAfee. „Über die Jahre hat sich Cyberkriminalität zu einer professionellen Wachstumsindustrie entwickelt. Diese Entwicklung lässt sich umkehren, durch eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Staaten und intensivere Public-Private-Partnerships. Außerdem haben wir die technischen Möglichkeiten, um geistiges Eigentum, Finanz- und andere sensible Daten zu sichern. Wenn dies nachhaltig gelingt, schaffen wir Wachstums- und Arbeitsmarkteffekte.“

Weitere Informationen zur Studie inklusive den Vortrag „Estimating the Global Cost of Cybercrime“ als Video finden Sie auf der CSIS-Webseite.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

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