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Chemiekonjunktur 2011

Das Chemiejahr 2011 in Zahlen und Fakten

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Politische Unsicherheitsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in 2012

Engel warnte jedoch vor politischen Konjunkturrisiken für den gesamten Euro-Raum. Die Refinanzierung der Staatsschulden in der EU sei ein erheblicher Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung. „Die Schulden­krise wird mehr und mehr zu einer Belastung für die Realwirtschaft, weil es die Politik bislang nicht geschafft hat, die Finanzmärkte von der Wirkung ihrer Maßnahmen zu überzeugen.“ Der VCI-Präsident verwies auf den bevorstehenden Gipfel in Brüssel. Hier solle ein weiteres Paket zur Stabilisierung der Schuldenkrise und des Euros beschlossen werden. „Wir hoffen, dass es damit gelingt, das Vertrauen der Finanzmärkte in das Handeln der Politik zurückzuholen. Davon würde auch die Realwirtschaft profitieren.“

Energiewende als Unsicherheitsfaktor

Als einen weiteren Unsicherheitsfaktor für die Konjunktur in Deutschlands drittgrößter Branche im kommenden Jahr wertete Engel die Beschlüsse zur Energiewende. „Der Anstieg der Stromkosten, der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und den Emissionshandel befördert wird, sorgt für erhebliche Verunsicherung in der chemischen Industrie.“ Die staatlichen Belastungen durch das EEG und die anderen relevanten Energiegesetze addieren sich 2011 in der Chemie auf über 1,3 Milliarden Euro. Zu möglichen Engpässen bei der Energieversorgung sagte der VCI-Präsident: „Der Lackmustest, ob nach der Abschaltung von acht Kernkraftwerken die Versorgungssicherheit mit Grundlaststrom für unsere Unternehmen über die Wintermonate hinweg lückenlos funktioniert, steht uns noch bevor.“

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