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Chemieindustrie investiert 6,6 Milliarden Euro

Das Chemiejahr 2012 – Zahlen, Fakten und Ausblick

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Chemieindustrie 2012: Zahlen und Fakten

  • Umsatz und Preise: Dank einer Preissteigerung von 2,5 Prozent konnte die deutsche Chemie ihren Gesamtumsatz konstant bei 184,2 Milliarden Euro halten. Im Inland ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 73,3 Milliarden Euro zurück. Beim Auslandsgeschäft lebte die Branche von der weiterhin guten Nachfrage außerhalb Europas, die das schleppende Geschäft auf dem Kontinent mehr als kompensieren konnte. Insgesamt stieg der Absatz ins Ausland um zwei Prozent und erreichte mit einem Volumen von 110,9 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Nahezu alle Sparten konnten Preiszuwächse verbuchen. Nur die Preise für Arzneimittel waren rückläufig.
  • Außenhandel: Die Exporte, die neben den Auslandsumsätzen der Chemieunternehmen auch Re-Exporte sowie Exporte von Chemikalien aus anderen Wirtschaftszweigen ins Ausland enthalten, stiegen 2012 um fünf Prozent auf 160,9 Milliarden Euro. Die Verkäufe ins europäische Ausland waren rückläufig. Die Zuwächse kamen ausschließlich aus Asien, Südamerika und den USA. Die Einfuhr chemischer Erzeugnisse erhöhte sich nur um zwei Prozent auf 113,5 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz der deutschen Chemie blieb mit einem Exportüberschuss von über 47 Milliarden erneut stark positiv.
  • Investitionen: Auch 2012 hat die chemische Industrie kräftig investiert. Der größte Teil des Zuwachses von fünf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro entfiel auf Ersatzbeschaffungen, gefolgt von Kapazitätserweiterungen. Die Mehrzahl der Unternehmen ging bei der Planung ihrer Investitionen für Sachanlagen im Inland davon aus, dass sich die Konjunktur nur kurzfristig eintrübt. Das niedrige Zinsniveau begünstigte die Umsetzung von Investitionsvorhaben.
  • Beschäftigung: Ungeachtet der Konjunktureintrübung hat die deutsche Chemieindustrie auch 2012 Beschäftigung aufgebaut. Aktuell zählt die Branche rund 437.000 Mitarbeiter, das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent oder 9000 Personen gegenüber 2011. „Der Beschäftigungszuwachs ist ein Beleg dafür, dass die Chemieunternehmen grundsätzlich zuversichtlich in die Zukunft blicken“, sagte VCI-Präsident Kley. Der Beschäftigungsaufbau sei aber nicht als dauerhafter Trend zu werten. Für 2013 rechnet der VCI nicht mit einer weiteren Zunahme der Arbeitsplätze.

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