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Analytica 2010

Das sind die Themen der diesjährigen Analytica

| Redakteur: Marc Platthaus

Vom 23. bis 26. März ist München die erste Adresse für alle, die sich mit Labor- und Analysentechnik sowie Biotechnologie beschäftigen. Die Analytica präsentiert eine Vielzahl von Neuheiten rund um diese Spitzentechnologien. LaborPraxis sprach mit Thomas Rehbein, dem verantwortlichen Projektleiter, unter anderem über die Veränderungen, die die letzten Jahre gebracht haben.

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„Durch die Integration der Verbände GDCh, GBM und DGKL ist die Analytica Conference ein wichtiger Impulsgeber für die europäische Spitzenforschung, der gleichzeitig die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt.“ Thomas Rehbein, Projektleiter Analytica
„Durch die Integration der Verbände GDCh, GBM und DGKL ist die Analytica Conference ein wichtiger Impulsgeber für die europäische Spitzenforschung, der gleichzeitig die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt.“ Thomas Rehbein, Projektleiter Analytica
( Archiv: Vogel Business Media )

LaborPraxis: Herr Rehbein, nach 15 Jahren Abwesenheit sind Sie wieder für die Analytica verantwortlich. Wie nehmen Sie die Branche jetzt wahr und was hat sich verändert?

Rehbein: Nun, natürlich habe ich die Entwicklung der Analytica weiter beobachtet, auch wenn ich nicht mehr direkt zuständig war. Die Messe hat über die Jahre die Entwicklung der Branche gespiegelt. Es hat enorme technische Fortschritte in der Analyse- und Labortechnik gegeben, neue Themen wie die Biotechnologie mit all Ihren Facetten sind hinzugekommen. Labor- und Gesundheitsmarkt wachsen allmählich zusammen, das beobachten wir bei zahlreichen Ausstellern. Die Branche hat sich der Globalisierung gestellt, viele Unternehmen sind internationaler geworden. Die vergangenen Jahre waren überdies geprägt von einer zunehmenden Konsolidierung des Marktes mit zahlreichen Fusionen. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Verbänden und Industrie, so mein Eindruck, ist wesentlich intensiver geworden. Und nicht zuletzt hat sich durch das Internet natürlich auch das Informationsverhalten verändert. Diese Entwicklungen hat die Analytica aktiv unterstützt. Deshalb hat sie ihre Stellung als internationale Leitmesse ausbauen können.

LaborPraxis: Lebensmittel, erneuerbare Energien, Umweltschutz: in der Beantwortung zahlreicher globaler Fragen spielt die Analysen- und Labortechnik eine Schlüsselrolle. Man sollte meinen, dass dies eine angenehme Situation für eine Fachmesse ist, die sich mit dieser Thematik beschäftigt. Merken Sie diesen gesteigerten Stellenwert?

Rehbein: Ich denke schon, ja. Messen sind immer auch Spiegel des Marktes. Die Tatsache, dass sich die Analytica 2010 trotz der Wirtschaftskrise nach dem derzeitigen Stand der Ausstelleranmeldungen stabil auf dem Niveau von 2008 bewegt, bestätigt das. Die große Bandbreite und Themenvielfalt der Analytica Conference ist ein weiterer Beleg. Der wissenschaftliche Dialog der Conference wird von den drei führenden deutschen Gesellschaften GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker), GBM (Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie) und DGKL (Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin) organisiert. Sie ist damit der wichtigste Impulsgeber zumindest der europäischen Spitzenforschung, der gleichzeitig die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt. Nicht zuletzt bestätigt auch die internationale Expansion der Analytica die wachsende Bedeutung. Mit Messen in den Zukunftsmärkten China, Indien und Vietnam unterstützt das Analytica-Netzwerk europäische Aussteller, in diesen Märkten Fuß zu fassen.

LaborPraxis: Biotechnologie und hier vor allem die Pharmaforschung sind in wirtschaftlich schwierigen Zeiten relativ stabil geblieben. Wird es einige Ausstellungsbereiche zu dieser Thematik geben?

Rehbein: Selbstverständlich. Die Analytica ist die Plattform, die das Spektrum der Biotechnologie, insbesondere der Bioanalytik in einer umfassenden Tiefe und Breite abdeckt. Sie finden auf der Messe Hersteller für sämtliche biotechnologische Anwendungen, die sie heute in einem Bio-tech-Labor in Forschung und Wissenschaft benötigen. Die Bandbreite geht bei PCR-Systemen los, über Elektrophorese-Systeme bis hin zu Mikro-Array-Scannern und Biosensoren oder -chips. Im Ausstellungsbereich in Halle A3 wird es erstmals das „Forum Biotech“ geben. Dort gibt es einen kompletten Tag, der sich dem Thema der Industriellen Biotechnologie widmen wird, die als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts gilt. Ein weiteres Thema im Forum Biotech spielt die Personalisierte Medizin, deren Ziel es ist, die ideale Therapie für individuelle Bedürfnisse verschiedener Patientengruppen herzustellen. Der Fokus der Vorträge und Diskussionen liegt hierbei auf den Möglichkeiten der Pharmazie und Diagnostik.

LaborPraxis: Wie beeinflusst der neue jährliche Turnus einer speziellen Biotechnologiemesse wie der Biotechnica die weiteren Entwicklungschancen der Analytica?

Rehbein: Die Analytica ist ja wesentlich breiter aufgestellt als die Biotechnica, denn sie bildet neben einer ganzen Halle rund um das Thema Biotechnologie auch die komplette Labortechnik ab, die ja wiederum in der Bioanalytik eine wesentliche Rolle spielt. Dies und die erfreuliche Anmeldestatistik der Analytica 2010 mit stabilen Ausstellerzahlen und weiter wachsendem internationalen Interesse zeigt, dass hier kein negativer Einfluss für die Analytica besteht.

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