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Vorstandsgehälter DAX-Bosse sahnen ab trotz schrumpfender Gewinne

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Vorstandsgehälter der DAX-Unternehmen sind wieder stärker gewachsen – obwohl die Firmengewinne gesunken sind. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Studie der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) und der Technischen Universität München (TUM).

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Prof. Gunther Friedl (TUM): „Die Vorstandsgehälter bleiben auch dann auf einem sehr hohen Niveau, wenn die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen das eigentlich nicht rechtfertigen kann.“
Prof. Gunther Friedl (TUM): „Die Vorstandsgehälter bleiben auch dann auf einem sehr hohen Niveau, wenn die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen das eigentlich nicht rechtfertigen kann.“
(Bild: TUM)

Die Vorstandsgehälter der DAX-Unternehmen sind wieder stärker gewachsen, obwohl die Firmengewinne gesunken sind. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Studie der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) und der Technischen Universität München (TUM), die heute in Frankfurt vorgestellt wurde.

DAX-Vorstand erhält das 53-Fache des Durchschnittsgehalts eines DAX-Angestellten

Im Schnitt verdienten die DAX-Vorstände 2013 4 % mehr, während die Nominallöhne nur um 1,4 % wuchsen. Die größte Steigerung gab es mit 7,2 % bei der Fixvergütung. Damit setzt sich der Trend fort, leistungsabhängige Vergütungen durch festgeschriebene Gehälter zu ersetzen.

Die Vorstände der DAX-Unternehmen verdienten im Jahr 2013 durchschnittlich 3,325 Mio. Euro. Damit wuchs ihre Vergütung im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. 2012 hatte die Steigerung noch 2,5 % betragen.

„Dieser Anstieg ist zwar vergleichsweise moderat, allerdings geht damit die Schere zwischen den normalen Arbeitseinkommen und den Vorstandsgehältern wieder weiter auf“, sagte Prof. Gunther Friedl vom Lehrstuhl für Controlling der TUM. Denn die Nominallöhne wuchsen im gleichen Zeitraum nur um 1,4 %. Ein DAX-Vorstand verdiente damit im Schnitt das 53-Fache des Durchschnittsgehalts eines DAX-Angestellten.

Gehälter weniger leistungsorientiert als unterstellt

Die variable Vergütung der DAX-Vorstände, die sich stark an der Gewinnentwicklung orientiert, stieg um 1,1 %, obwohl die Gewinne der Unternehmen um Sondereffekte bereinigt um 2 % schrumpften. Noch stärker wuchsen die fixen Bestandteile der Gehälter, nämlich um 7,2 %.

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