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Virale Infektion Den viralen Infektionen auf der Spur

| Redakteur: Olaf Spörkel

Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam hat weitere 3,5 Millionen Euro erhalten, um neue Methoden zur Bekämpfung viraler Infektionen zu entwickeln.

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Prof. Dr. Ulf Dittmer (Mitte links) und Prof. Dr. Michael Roggendorf, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Essen, sind den viralen Infektionen auf der Spur.
Prof. Dr. Ulf Dittmer (Mitte links) und Prof. Dr. Michael Roggendorf, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Essen, sind den viralen Infektionen auf der Spur.
( Bild: Universitätsklinikum Essen )

Essen - Seit 2003 wird das Graduiertenkolleg „Modulation von Wirtszellenfunktionen zur Behandlung viraler und bakterieller Infektionen“ von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Jetzt erhält die Forschergruppe mit Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden der Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und Düsseldorf für eine zweite Forschungsphase von der DFG 3,5 Millionen Euro

Das Immunsystem stärken

Medikamente zur Behandlung chronischer Viruserkrankungen wie HIV und Hepatitis stehen zwar bereit, die komplette Eliminierung der Viren aus dem Körper gelingt damit allerdings bislang nicht. Im interdisziplinären Team aus Virologen und Mikrobiologen ist an Rhein und Ruhr sollen Therapien entwickelt werden, die es den Viren erschweren sollen, sich die körpereigenen Wirtszellen zu Nutze zu machen. Dabei geht es nicht nur um Grippeviren, sondern vor allem um Hepatitis Viren und HIV. „Wir wollen neue Behandlungsmethoden entwickeln, die nicht den Erreger selbst angreifen, sondern das Immunsystem so stärken, dass es selbst mit den Viren fertig wird“, erläutert Prof. Dr. Ulf Dittmer vom Essener Universitätsklinikum, Sprecher des Graduiertenkollegs. „Diese Herangehensweise hat den Vorteil, dass die Viren nicht so schnell Resistenzen gegen bestimmte Medikamente entwickeln können“, erklärt der Essener Virologe. Die Nachwuchswissenschaftler erforschen Bakterien, Herpesviren, Hepatitis B- und C-Viren, HIV und deren Interaktionen mit den körpereigenen Zellen.

Infektiologisches Forum Rhein-Ruhr

Ungewöhnlich an dem Graduiertenkolleg ist nicht nur der interdisziplinäre Ansatz, sondern auch die universitäts- und städteübergreifende Zusammenarbeit der Nachwuchswissenschaftler. Die medizinischen Fakultäten der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der Düsseldorfer Heinrich-Heine Universität arbeiten Hand in Hand, stellen Forscher und namhafte Betreuer für die Doktoranden. „Normalerweise fördert die DFG standortbezogen, deshalb ist es außergewöhnlich, dass hier Forscher von gleich drei Standorten zusammenarbeiten können. Diese enge Zusammenarbeit mit Bochum und Düsseldorf möchten wir weiter ausbauen, auch über das Graduiertenkolleg hinaus“, sagt Professor Ulf Dittmer - und erklärt, man wolle ein Infektiologisches Forum Rhein-Ruhr einrichten, um gemeinsam hartnäckigen Krankheitserregern etwas entgegen zu setzen. „Eine der Stärken dieses Graduiertenkollegs ist es auch, dass wir hier den wissenschaftlichen Nachwuchs interdisziplinär und sehr praxisnah ausbilden können. So wird die Forschung der Zukunft auf sichere Beine gestellt“, betont Dittmer.

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