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Gefahrstofflagerung Denios errichtet Gefahrstofflager für die Uni Düsseldorf

| Redakteur: Doris Popp

Denios entwickelte für die Universität Düsseldorf ein zentrales Interims-Gefahrstofflager mit 17 einzelnen Brandschutzcontainern bzw. Brandabschnitten, die durch überdachte Gang- und Logistikbereiche zu einem Komplex miteinander verbunden sind.

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Brandschutzraum im Eingangsbereich
Brandschutzraum im Eingangsbereich
(Bild: Denios)

Bad Oeynhausen, Düsseldorf – In den kommenden drei Jahren wird die Universität Düsseldorf in großem Umfang umgebaut. Das ist mit viel Aufwand verbunden, auch in Bereichen, die dem außenstehenden Betrachter verborgen bleiben. Denn im universitären Forschungsbereich spielt zum Beispiel auch die Gefahrstofflagerung eine große Rolle.

Besonders in den naturwissenschaftlichen Disziplinen wird mit vielen wassergefährdenden und brennbaren Flüssigkeiten und Substanzen gearbeitet: Laugen, Säuren, Lösemittel, Gifte, Peroxide. Bisher waren die Lagerstätten für diese Stoffe dezentral über das gesamte Universitätsgelände verteilt. Für die Übergangszeit während der Umbauarbeiten sollte nun ein zentrales Lager entstehen, dessen einzelne, mobile Komponenten später weiter genutzt werden können.

In enger Kooperation mit dem Auftraggeber und Zulieferern entwickelte Denios ein zentrales Interims-Gefahrstofflager. Die gesamte Anlage besteht aus 17 einzelnen Brandschutzcontainern/Brandabschnitten der Baureihen BMC (begehbar) und FBM (Regallager), die durch überdachte Gang- und Logistikbereiche zu einem Komplex miteinander verbunden sind. Jeder dieser Container erfüllt innerhalb der Anlage spezielle Anforderungen, die durch die eingelagerten Medien vorgegeben sind.

Die gesamte Anlage ist in je einen Bereich für Lagerung und Handling aufgeteilt. Im Handling-Bereich finden die Warenannahme und Umfüllprozesse statt. Darüber hinaus wurden für die unterschiedlichen Container Vorgaben des Brand- und Explosionsschutzes, der Klimatisierung und des Frostschutzes sowie des VCI-Konzeptes für die Zusammenlagerung von Gefahrstoffen berücksichtigt. Ein Großteil des Lagerbereiches und ein Umfüllcontainer sind in der Temperaturklasse T4 ausgeführt, der Rest in T3. Dadurch wird eine Lagertemperatur von +8°C / 20°C bei -15°C / 35°C Außentemperatur gewährleistet.

Des Weiteren wurden hochwertige Sicherheitsstandards umgesetzt. Alle Container sind mit Schaltschränken ausgerüstet, die im Störfall über einen zentralen Hauptschaltschrank mit der Leitwarte korrespondieren. Die flächendeckend eingebaute Brandmeldeanlage (Fabrikat Siemens) ist direkt mit der Brandmeldezentrale verbunden. Fernabfrage durch Smartphone und Internet wird durch ein intelligentes Bussystem ebenso ermöglicht. Zirkulationsleitungen für Notduschen ermöglichen Ersthilfe bei Kontamination. Diese werden durch ein Boilersystem frostfrei gehalten und vor Legionellenbefall geschützt. Batteriegepufferte Notbeleuchtung in den Gängen und in den Warenannahme- und Umfüll-Containern runden das Sicherheitsportfolio ab. Eine bauseitig installierte Gaswarnanlage korrespondiert mit dem Gefahrstofflager und schaltet dieses im Notfall stromlos, damit potenzielle Zündquellen minimiert werden.

Die Uni Düsseldorf erhielt mit extrem kurzer Vorlaufzeit ein zentrales Gefahrstoff- und Chemikalienlager. Zwischen Auftragsvergabe und Abnahme lagen sechs Monate. Das neue Lager entspricht allen aktuellen Anforderungen hinsichtlich Lagerung und Handling des Auftraggebers. Außerdem können die einzelnen Komponenten aufgrund ihrer Mobilität nach Abschluss der dreijährigen Umbauarbeiten auf dem Universitätsgelände weiterhin flexibel eingesetzt werden.

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