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Bioökonomie auf der Biotechnica 2015 Der Weg zu einer biobasierten Wirtschaft

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Biotechnologische Methoden haben die Forschungs- und Entwicklungslabors mittlerweile vrelassne und halten immer mehr Einzug in die Produktion. Die Biotechnica 2015, die vom 6. bis 8. Oktober in Hannover stattfindet, hat das Thema Bioökonomie aus diesem Grund zu einem der wichtigen Schwerpunkte der Veranstaltung gemacht.

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Die Biotechnologie kann für wichtige Fragestellungen wie verbesserte Lebensmittelsicherheit, ressourcenschonende Herstellungsverfahren oder alternative Therapiemethoden Lösungen liefern.
Die Biotechnologie kann für wichtige Fragestellungen wie verbesserte Lebensmittelsicherheit, ressourcenschonende Herstellungsverfahren oder alternative Therapiemethoden Lösungen liefern.
(Bild: Deutsche Messe)

Hannover – Ein Thema von globaler Bedeutung steht auf der kommenden Biotechnica im Mittelpunkt: die Bioökonomie. Eine biobasierte Wirtschaft bietet die Chance, ökonomisches Wachstum und umweltverträgliches Handeln in Einklang zu bringen. Biobasierte Technologien ermöglichen effizientere Produktionsverfahren und neue Produkteigenschaften. Im Idealfall verbinden diese einen größeren Verbrauchernutzen mit mehr Nachhaltigkeit und tragen so dazu bei, neue Märkte zu erschließen.

Vor allem die Kombination von Erkenntnissen aus der Biotechnologie mit anderen Hightech-Sektoren, wie etwa Informations-, Medizin- oder Produktionstechnik spielt hier eine große Rolle. Aber auch für andere Bereiche, beispielsweise bei Gesundheits-und Ernährungsthemen, bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes unter Einsatz „grüner“ Strukturen oder bei der innovativen Produktion von Rohstoffen, kommt biobasierten Verfahren eine erhebliche Bedeutung zu. Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe, ist sich sicher: „Der Weg von einer erdölbasierten Wirtschaft hin zu einer biobasierten Wirtschaft ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre.“

Der Marktplatz Bioeconomy ist die Plattform für Unternehmen und Institute aus den Themenfeldern Enzymentwicklung, Metabolic Engineering und Systembiologie sowie für Entwickler und Hersteller neuartiger Materialien und biobasierter Produkte. Das angeschlossene Forum Bioeconomy mit seinem internationalen Programm ermöglicht jedem Fachbesucher, sich über zukunftsweisende Trends und Verfahren in der industriellen Biotechnologie sowie zur Lebensmittelbiotechnologie zu informieren.

Die Biotechnica vereint im kommenden Oktober drei Marktplätze auf der neu geschaffenen Biotechnica Plaza. Bei der Plaza handelt es sich um ein thematisch fokussiertes Gemeinschaftsstandkonzept mit Forum, das in diesem Jahr erstmals zentral organisiert ist. Die Biotechnica Plaza verbindet die drei Marktplätze Bioeconomy, Personalised Medicine Technologies und BioIT. Diese heben sich optisch klar voneinander ab und zeigen Lösungswege für die Anwendungsfelder, die die Biotechnologie bewegen. Darüber hinaus stellt die Biotechnica Plaza einen Networking- und Partnering-Bereich zur Verfügung.

Hochwertiges Forumsprogramm zur Bioökonomie

Das Forumsprogramm auf der Biotechnica Plaza wird eine zentrale Veranstaltung der kommenden Messe sein. Das Programm im Bereich Bioökonomie hat vier Schwerpunkte: In der Session zur Bioökonomie in der Chemieindustrie wird diskutiert, in welchem Maße biobasierte Rohstoffe fossile Ressourcen ersetzen können, für welche Produkte enzymatische Verfahren den herkömmlichen chemischen Prozessen überlegen sind oder welche Rolle Biokunststoffe künftig spielen. Nahrungsmittel sind grundsätzlich biobasiert. Doch welchen Einfluss hat die Bioökonomie darüber hinaus auf diesem Gebiet? In der Session zur Bioökonomie im Lebensmittelsektor wird es um den Einsatz von Enzymen ebenso wie um innovative Proteinquellen gehen. Der Einsatz biobasierter Ressourcen im Baugewerbe geht deutlich über die Verwendung von Holz als Werkstoff hinaus. Neueste technische Entwicklungen für die „grüne“ Seite dieser vermeintlich konservativen Branche werden in einer weiteren Session präsentiert. In der Session zur Bio-IT spielt die Verbindung von IT und Biotechnologie eine Rolle. Dort geht es nicht nur um IT-Lösungen für die Bioökonomie, wie etwa die Verarbeitung und Speicherung großer Mengen von (Genom-)Daten. Die Bioökonomie könnte auch künftig Lösungen für den IT-Sektor liefern, beispielsweise beim Einsatz von Biomolekülen in Computern, einem der zukunftsorientierten Forschungsthemen im Forumsprogramm.

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