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Kooperation Detektion aerogener Krankheitserreger

Redakteur: Doris Neukirchen

Nanoident Technologies, Entwickler optoelektronischer Sensoren auf der Basis gedruckter Halbleiter, und das deutsche Unternehmen Microfluidic ChipShop, Anbieter maßgeschneiderter mikrofluidischer Systeme, haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen.

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Der Patho-ID-Chip soll aerogene Kampfstoffe schnell und hochsensitiv detektieren.
Der Patho-ID-Chip soll aerogene Kampfstoffe schnell und hochsensitiv detektieren.
( Bild: Nanoident )

Linz/Österreich, Jena – Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines neuartigen Diagnosesystems zum Nachweis von durch die Luft übertragenen Erregern für die Europäische Verteidigungsagentur (EDA). Die Entwickler arbeiten an einem so gennannten PathoID-Chip – ein autonomer Chip auf der Basis eines Lab-on-a-Chip-Systeme zum Nachweis aerogener chemischer und biologischer Krankheitserreger. Der Chip wird in der Lage sein, gleichzeitig mehrere unterschiedliche Erregertypen zu testen, und zwar schneller und mit größerer Empfindlichkeit als dies gegenwärtig mit konventionellen diagnostischen Systemen möglich ist.

Schneller Nachweis von Kampfstoffen

Die Tests können innerhalb weniger Minuten durchgeführt und alle zehn Minuten wiederholt werden. Statistisch gesehen ist diese Zeitspanne zu kurz für eine Infektion. Aufgrund des schnellen Nachweises der Kampfstoffe können rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. In dem diagnostischen System werden verschiedene neuartige Technologien für die einzelnen Diagnoseschritte (Sammeln der Luftprobe, Lösen der Probe in Flüssigkeit, Anstoß der Reaktion, Analyse) kombiniert. Weitere Projektpartner sind Clemens GmbH, das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, das Friedrich-Loeffler-Institut, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH und Bertin Technologies.

Fortschritt in der Point-of-Use-Diagnostik

Die von Nanoident entwickelte Technologie bildet eine Schlüsselkomponente des Systems und repräsentiert einen essenziellen Fortschritt im Bereich der Point-of-Use-Diagnostik. Da die optoelektronischen Sensoren direkt auf den Chip gedruckt werden, wird der PathoID-Chip ohne Labors und ohne schwere, teure optische Auslese-Equipments auskommen, was ihn im Vergleich zu herkömmlichen Diagnosesystemen tragbar, robuster und toleranter gegenüber Staubeinwirkungen macht. Der prinzipbedingt geringe Abstand zwischen Sensor und Probe hat auch eine im Vergleich zu konventionellen Systemen viel höhere Detektionsempfindlichkeit zur Folge.

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