Worldwide China

Genomforschung

Deutsch-französische Kooperation in der Genomforschung

24.07.2009 | Redakteur: Olaf Spörkel

Zukünftig werden Deutschland und Frankreich im Bereich der medizinischen Genomforschung enger zusammenarbeiten.
Zukünftig werden Deutschland und Frankreich im Bereich der medizinischen Genomforschung enger zusammenarbeiten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird zukünftig die Zusammenarbeit mit der Agence Nationale de la recherche auf dem Gebiet der medizinischen Genomforschung intensivieren.

Berlin – Herz- und Kreislauferkrankungen, Fettleibigkeit sowie Diabetes sind komplexe Krankheitsbilder, von denen immer mehr Menschen betroffen sind. Erfolge in der medizinischen Genomforschung und Systembiologie haben bereits zu einem deutlich besseren Verständnis der Mechanismen geführt, die diesen Krankheitsbildern zugrunde liegen. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen neue Diagnosemethoden und Therapien.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Agence Nationale de la recherche (ANR) werden nun ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der medizinischen Genomforschung weiter ausbauen.

Ausbau der deutsch-französischen Kooperation

„Die jetzt schon erfolgreiche deutsch-französische Kooperation wird durch eine gemeinsame Fördermaßnahme vertieft“, erklärte Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im BMBF. Durch ein international hochkarätig besetztes Expertengremium wurden aktuell die aussichtsreichsten acht Forschungsverbünde aus rund 50 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Darunter ist das Gebiet der Herz- und Kreislauf-Erkrankungen mit fünf Verbünden vertreten, zwei Verbünde widmen sich dem Thema Fettleibigkeit sowie ein Verbund der Erkrankung Diabetes. Von den Verbünden wird ein wichtiger Beitrag für die langfristige Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie erwartet.

„Diese deutsch-französischen Verbünde sind Kern einer zukünftigen europäischen Forschungsinitiative. Diese wird die Zusammenarbeit zwischen Forschern und einschlägigen Unternehmen der beteiligten europäischen Länder erweitern“, betonte Meyer-Krahmer. Mittlerweile haben bereits zwölf europäische Länder sowie Kanada Interesse bekundet, sich dieser neuen Initiative anzuschließen.

„Durch die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland, in Europa und darüber hinaus, werden bestehendes Wissen und Infrastrukturen gezielt zusammengeführt“, sagte Prof. Meyer-Krahmer. Nur so könne sich das Potenzial der medizinischen Genomforschung und der sich daraus ableitenden Forschungsrichtungen zum Vorteil der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne einer verbesserten Gesundheitsversorgung voll entfalten.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.


copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 312129 / Wissenschaft & Forschung)