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Prognose Analysen-, Bio- und Labortechnik Deutsche Analysen-, Bio- und Labortechnik wächst auch 2008 weiter

Redakteur: Marion Wiesmann

Gute Aussichten für die Analysen-, Bio- und Labortechnik (ABL): Der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (Spectaris) hat im Vorfeld der Analytica nicht nur erfreuliche Jahreszahlen vorgelegt, sondern der Branche auch weiterhin steigende Umsätze prognostiziert.

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( Bild: LAUDA Dr R. Wobser GmbH&Co KG )

München, Berlin – Die 330 deutschen Hersteller der ABL-Branche erwarten auch für das laufende Jahr steigende Umsätze. Im Inland wird ein Umsatzplus von fünf Prozent und damit ein Wert von fast 2,8 Milliarden Euro erwartet. Beim Auslandsumsatz liegt die Prognose bei 3,4 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von rund acht Prozent entsprechen würde. Der Gesamtumsatz läge damit bei einem Wert von rund 6,2 Milliarden Euro um 6,5 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Entsprechend positiv sind daher auch die Erwartungen der überwiegend kleinen und mittelständischen Betriebe an die Beschäftigungsentwicklung. Hier wird von einem Zuwachs von rund fünf Prozent auf damit über 35 000 Mitarbeiter ausgegangen. Diese Angaben machte Spectaris-Geschäftsführer Sven Behrens auf der Hauptpressekonferenz der Messe München im Vorfeld der Analytica 2008.

Positive Entwicklung im Jahr 2007

Bereits im Jahr 2007 lag der Gesamtumsatz der Branche mit mehr als 5,7 Milliarden Euro um 8,2 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Getragen wurde das Ergebnis dabei insbesondere von Zuwächsen im Auslandsgeschäft. So konnten die 330 deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik (2006: 327) im vergangenen Jahr ihren Auslandsumsatz um 11,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro steigern. Der Inlandsumsatz konnte ebenfalls zulegen und wies mit einem Wert von 2,6 Milliarden Euro ein Plus von 4,6 Prozent aus. Die Exportquote erreichte mit 54 Prozent einen neuen Höchststand. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag die Exportquote noch bei 48 Prozent. Die positive Geschäftsentwicklung 2007 machte sich auch bei der Anzahl der Beschäftigten bemerkbar, die mit rund 33 600 Mitarbeitern ebenfalls deutlich über dem Ergebnis des Jahres 2006 lag (+ 4,2 Prozent).

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F&E-Anteil belegt Innovationskraft der Branche

Die F&E-Quote, also der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz, liegt derzeit bei 8,6 Prozent. Zum Vergleich: Die F&E-Quote im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt liegt bei weniger als fünf Prozent. Rund 16 Prozent der ABL-Gesamtbeschäftigten sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Behrens sieht darin einen Beleg für die Innovationsfähigkeit der deutschen Hersteller. „Doch insbesondere für die langfristige Innovationsfähigkeit der Unternehmen ist nicht nur die absolute Höhe der internen Forschungsausgaben entscheidend. Themen wie Forschungsförderung und Gemeinschaftsforschung gewinnen mehr und mehr an Bedeutung“, prognostizierte der Spectaris-Geschäftsführer.

Zukunftstrends der Branche: Automatisierung, Prozessanalyse und Miniaturisierung

Der Verband sieht Automatisierung, Prozessanalyse und Miniaturisierung als wichtige Zukunftstrends der Branche an. Das Messen von molekulargenetischen Parametern im Zusammenhang mit Krankheitsbildern etwa ermögliche eine Klassifizierung der Form und des jeweiligen Stadiums einer Erkrankung. Diese Erkenntnisse könnten zu einer individualisierten Therapie führen. Ebenfalls von hoher Bedeutung sei der Bereich der Biotechnologie, die in einer Vielzahl von Feldern Anwendung findet: Zell- und Mikrobiologie, Virologie, Biochemie, Molekularbiologie, Immunologie sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik. Die Erkenntnisse würden dementsprechend nicht nur im medizinischen Bereich für die Entwicklung neuer und nebenwirkungsärmerer Wirkstoffe angewandt, sondern auch in der Nahrungsmittelherstellung, für die Entwicklung innovativer und sicherer Diagnostika und qualitativ verbesserter und ertragreicherer Pflanzenzüchtung. Die Industrie für Analysen-, Bio- und Labortechnik unterstützte die weitere Entwicklung der Biotechnologie und sei deren unverzichtbares Werkzeug geworden.

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