Suchen

Forschung und Entwicklung Deutsche Unternehmen investieren über 50 Milliarden Euro in FuE

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Einer Erhebung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft zufolge, erzielten die deutschen Unternehmen im Jahr 2011 einen neuen Ausgaben-Rekord für FuE-Maßnahmen.

Firmen zum Thema

„Die Unternehmen sind sich der zentralen Bedeutung von Innovationen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sehr bewusst“, sagte Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF und Vizepräsident des Stifterverbandes.
„Die Unternehmen sind sich der zentralen Bedeutung von Innovationen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sehr bewusst“, sagte Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF und Vizepräsident des Stifterverbandes.
(Bild: BASF)

Essen, Berlin – Mit 50,3 Milliarden Euro haben die Unternehmen in Deutschland 2011 so viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben wie nie zuvor, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis der aktuellen FuE-Erhebung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

Das Forschungspersonal wurde um 3,7 Prozent auf insgesamt knapp 350.000 Vollzeitkräfte aufgestockt. Die Quote der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft als Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist deutlich von 1,88 Prozent auf 1,94 Prozent gestiegen. Zusammen mit den von 0,92 auf 0,94 Prozent ebenfalls gestiegenen staatlichen Aufwendungen beträgt die FuE-Quote nun insgesamt 2,88 Prozent – auch das ist ein neuer Bestwert.

Kurt Bock fordert Hilfe der Politik

„Die Unternehmen sind sich der zentralen Bedeutung von Innovationen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sehr bewusst“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF und Vizepräsident des Stifterverbandes: „Das europäische Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, ist fast erreicht. Aber wir müssen weiter gehen, weil andere längst weiter sind. Die Unternehmen haben gezeigt, dass sie dazu bereit sind. Die Politik hat mit der Hightech-Strategie und der Exzellenzinitiative wichtige Impulse gegeben und das FuE-Budget auch in schwierigen Zeiten erhöht. Nun sollte sie den nächsten Schritt tun und Forschungsausgaben steuerlich begünstigen, so wie es viele andere Industrieländer im internationalen Wettbewerb tun.“

Annette Schavan will staatliche Forschungsförderung

Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte: „Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland haben im Jahr 2011 einen historischen Rekordwert erreicht. Während andere Länder ihre Etats kürzen, hat die Bundesregierung Wort gehalten und in dieser Legislaturperiode gut 13 Milliarden Euro mehr in Bildung und Forschung investiert als zuvor. Dadurch sind viele zukunftssichere Arbeitsplätze entstanden. Zusätzliche Anreize für Forschung und Entwicklung sind wichtig, um die Innovationsfähigkeit Deutschlands im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken. Daher werde ich den Einstieg in die steuerliche Forschungsförderung weiter mit Nachdruck verfolgen.“

(ID:37161870)