English China

Länderreport Slowakei

Deutschland profitiert von wachsender slowakischer Chemieindustrie

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Außenhandel

Die slowakischen Importe von Chemieerzeugnissen legten 2011 um 18% zu und erreichten ein Volumen von 4,9 Mrd. Euro. Deutsche Hersteller bauten ihre starke Position aus. Ihr Lieferumfang kletterte um fast 21% auf 922 Mio. Euro. Mit knapp 20% Anteil an den slowakischen Chemieeinfuhren liegt Deutschland knapp hinter der Tschechischen Republik (2011: 993 Mio. Euro) als wichtigstes Lieferland. Eine starke Position haben außerdem Ungarn, die Niederlande und Frankreich. Die slowakischen Chemiebetriebe steigerten ihre Exporte 2011 deutlich um 24% auf 2,8 Mrd. Euro.

Geschäftspraxis

Derzeit wird auch in der Slowakei die EU-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von chemischen Stoffen (CLP) umgesetzt. Für Gemische gilt dabei eine Frist bis 1.6.15. Die entsprechende nationale Verordnung ist das Gesetz Nr. 67 vom 2.2.10.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Am 1.1.12 trat außerdem ein neues Gesetz in Kraft, das slowakische Unternehmen verpflichtet, sich stärker um die Altlastenbeseitigung auf ihren Fabrikgeländen zu kümmern (Gesetz Nr. 409 vom 21.10.11). Das betrifft insbesondere Hersteller von chemischen Produkten.

Für Arzneimittelhersteller gelten seit April 2012 neue Regelungen. Zum einen hat die Regierung die Preisobergrenzen für erstattungsfähige Medikamente weiter abgesenkt. Außerdem wurde die Liste der Arzneimittel, die die Krankenkasse bezahlt, gekürzt.

Zuständige Behörden

Die zuständige Behörde für die Prüfung und Inventarisierung aller in der Slowakei vertriebenen Chemieprodukte ist das Zentrum für chemische Stoffe und Zubereitungen. Die staatliche Aufsicht für die Produktion, den Import und Vertrieb von Kosmetika obliegt dem Amt für öffentliches Gesundheitswesen. Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und medizinische Hilfsmittel (einschließlich Produktregistrierung) ist das Staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle.

Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU sind die Regelungen des Umsatzsteuer-Kontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien. Siehe hierzu zum Beispiel die Website des Deutschen Instituts für Normung e.V..

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in der Slowakei finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

(ID:35719470)