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Hightech-Strategie der Bundesregierung Deutschland soll Innovations-Weltmeister werden

| Redakteur: Tobias Hüser

Nicht nur im Fußball, sondern auch bei Innovationen soll Deutschland schon bald Weltmeister werden. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung gesetzt und dafür eine neue Hightech-Strategie (HTS) verabschiedet. Allein 2014 will die Bundesregierung 11 Milliarden Euro investieren, um den Weg wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung zu beschleunigen.

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„Deutschland muss jetzt auch Innovations-Weltmeister werden. Deshalb will die neue HTS aus kreativen Ideen konkrete Innovationen machen“, sagte Bundesforschungsminsterin Johann Wanka vor der Presse in Berlin.
„Deutschland muss jetzt auch Innovations-Weltmeister werden. Deshalb will die neue HTS aus kreativen Ideen konkrete Innovationen machen“, sagte Bundesforschungsminsterin Johann Wanka vor der Presse in Berlin.
(Bild: Laurence Chaperon / BMBF)

Berlin – Ähnliche Investitionen sind auch in den kommenden Jahren geplant, wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka von der CDU nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Mittwoch in Berlin erläuterte. „Angesichts des großen internationalen Konkurrenzdrucks müssen wir aufpassen, dass wir unsere wissenschaftliche und wirtschaftliche Spitzenstellung halten“, sagte Wanka. Neben der neuen Hightech-Strategie kommen der Forschung noch weitere drei Milliarden Euro zu, die im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vorgesehen waren.

Die HTS konzentriert sich auf Forschungsthemen, die von besonderer Relevanz für die Gesellschaft sowie für Wachstum und Wohlstand in der Zukunft sind. Zugleich sollen in dieser Legislaturperiode neue Instrumente eingesetzt werden, um den Transfer in die Anwendung zu beschleunigen. Dafür sollen Fachhochschulen gestärkt und Spitzencluster sowie vergleichbare Netzwerke sich stärker international orientieren. Wirtschaft und Wissenschaft sollen z.B. bei Kooperationsprojekten rund um die Elektromobilität und digitale Fertigungsprozesse (Industrie 4.0) von der Bundesregierung unterstützt werden.

Zudem können sich Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft in Pilotanlagen engagieren, wie sie beispielsweise in Leuna zur Entwicklung von Kunststoffen aus Biomasse entstanden ist. Im Fokus der Förderung stehen dabei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Ankündigung konkreter Projekte blieb allerdings aus.

Der VCI begrüßte die Hightech-Strategie der Bundesregierung. „Das wird den Innovationsstandort Deutschland stärken“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann. Allerdings kritisierte er das Fehlen einer steuerlichen Forschungsförderung und forderte deren schnelle Einführung.

Die bisherige Hightech-Strategie hat seit 2006 dazu beigetragen, dass Staat und Wirtschaft so viel in Forschung und Entwicklung investieren wie nie zuvor. Deutschland liegt beim Export von Hightech-Gütern in der Spitze, fünf der zehn forschungsstärksten Unternehmen Europas sind hierzulande angesiedelt. Aus Forschung sind in dieser Zeit zahlreiche Innovationen entstanden – von energiesparenden LED-Leuchten über die mitwachsende Herzklappe bis hin zu international eingesetzten Technologien für sauberes Wasser.

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