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VCI Quartalsbericht Die deutsche Chemie bleibt laut VCI-Quartalsbericht auf dem Wachstumspfad

| Redakteur: Marion Henig

Die Chemiebranche, Deutschlands viertgrößter Industriezweig, knüpft wieder an das Vorkrisenniveau an. Das Geschäft mit Kunden im Ausland hat diese Messlatte bereits übersprungen. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor. Details zur wirtschaftlichen Lage lesen Sie hier.

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Chemieproduktion in Deutschland, 2002-2010 (Grafik: VCI)
Chemieproduktion in Deutschland, 2002-2010 (Grafik: VCI)

Frankfurt – Die Stimmung in den deutschen Chemieunternehmen ist gut. „Unsere Branche hat ein außergewöhnliches Jahr mit einem Endspurt abgeschlossen", kommentiert VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann die aktuelle konjunkturelle Entwicklung. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres konnte die Branche ihre Produktion das siebte Quartal in Folge ausweiten. Auch Preise und Umsatz legten erneut zu.

Aufwärtstrend setzt sich fort

Der Aufwärtstrend wird sich 2011 zwar fortsetzen, er verliert aber deutlich an Tempo. Die chemische Industrie wird langsamer wachsen, weil sich der Aufschwung im Inland zunehmend in Kundenbranchen mit weniger Chemikalienbedarf verschiebt. Auch auf unseren wichtigsten Auslandsmärkten schwächt sich das Wachstum laut VCI ab. Die Dynamik in den Schwellenländern hat bereits nachgelassen. Zusätzlich drohen durch Spekulationen und die instabile Lage in den arabischen Ländern kräftige Preissteigerungen bei den Rohstoffen.“

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VCI-Prognose

Der VCI geht für das laufende Jahr von einem Zuwachs der Chemieproduktion um 2,5 Prozent gegenüber 2010 aus. Der Umsatz dürfte um 4 Prozent zulegen. Für die Preise von chemischen Erzeugnissen wird ein Anstieg von 1,5 Prozent erwartet.

Produktion

Im vierten Quartal 2010 stieg die Produktion chemischer Erzeugnisse gegenüber dem Vorquartal um 1,7 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen blieb nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum belief sich der Mengenzuwachs auf 6,7 Prozent. Die Produktion chemischer Grundstoffe zog zum Jahresende wieder an. Auch für die Produzenten von Fein- und Spezialchemikalien lief das vierte Quartal gut. Die Hersteller von Wasch- und Körperpflegemitteln sowie Pharmazeutika konnten im vierten Quartal ihre Produktion hingegen kaum ausweiten.

Erzeugerpreise

Der Aufwärtstrend bei den Preisen für chemische Erzeugnisse setzte sich auch im vierten Quartal 2010 fort. Von Oktober bis Dezember verteuerten sich Chemikalien im Durchschnitt um 0,6 Prozent. Damit lagen die Erzeugerpreise 3,9 Prozent höher als vor einem Jahr.

Umsatz

Die deutschen Chemieunternehmen setzten mit 40,9 Milliarden Euro

0,6 Prozent mehr um als im Vorquartal. Das Inlandsgeschäft legte dabei um

0,4 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zu. Noch besser verlief der Verkauf ins Ausland: Der Auslandsumsatz wuchs um 0,7 Prozent auf 24,3 Milliarden Euro.

Beschäftigung

Die Zahl der Mitarbeiter in den deutschen Chemieunternehmen blieb zum Jahresende stabil. Die Branche beschäftigte rund 413.400 Mitarbeiter.

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