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Länderreport USA

Die dünnen Jahre sind vorbei

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Konjunktur im Baugewerbe zieht wieder an

Das Wachstum des Baugewerbes soll nach einem Plus von 2,8 Prozent im Jahr 2011 weiter Fahrt aufnehmen. Für 2012 rechnet der ACC mit einem Zuwachs um 4,7 Prozent, in den zwei Folgejahren mit noch kräftigeren Anstiegen um 10 Prozent. Als Bremsfaktor wirkt das derzeit noch bestehende Überangebot am Wohnimmobilienmarkt. ACC geht für 2011 von 600 000 Baubeginnen aus, 2012 sollen es 690 000 sein. Branchenkenner schätzen, dass beim Bau eines neuen Einfamilienhauses chemische Erzeugnisse im Wert von durchschnittlich 15 000 US-Dollar nachgefragt werden.

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Prognosen der Marktforschungsfirma Freedonia zufolge soll die Nachfrage nach Chemikalien und Zusatzstoffen für Zement in Nordamerika aufgrund der Erholung der US-Baubranche von 2,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 3,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 steigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 11,1 Prozent entspricht.

Einen (anhaltenden) Rückgang erwartet der ACC hingegen in den Abnehmerbranchen Bekleidung mit -4,9 Prozent (2013: -4 Prozent), Druck mit -1,9 Prozent (-0,9 Prozent) sowie Textilfabrikerzeugnisse mit -1,8 Prozent (-1,4 Prozent).

Petrochemie und Kunststoffbranche legen nach

Die Petrochemie in den USA dürfte weiterhin von einem höheren Verhältnis des Ölpreises zum Preis von Erdgas profitieren. Denn während laut ACC in Europa mehr als 70 Prozent des Ethylens aus ölbasierten Erzeugnissen gewonnen wird, entstammen in den USA mehr als 70 Prozent aus verflüssigtem Erdgas (Natural Gas Liquids). Die in den Fokus gerückte Gewinnung von Schiefergas hat die US-Gasreserven erhöht und bietet der örtlichen Petrochemie Kostenvorteile.

Im Kunststoffsegment hat der US-Absatz 2010 dem ACC zufolge mengenmäßig um 3,3 Prozent zugenommen.

Pharmabranche mit leichten Schwächen

Im Pharmasektor soll der Umsatz bei verschreibungspflichtigen Medikamenten laut IMS Health im Zeitraum 2011 bis 2015 mit jährlichen Wachstumsraten zwischen null bis drei Prozent expandieren. Im Rahmen der nationalen Gesundheitsausgaben werden die entsprechenden Aufwendungen (2012 ca. 290 Milliarden US-Dollar) dem Center for Medicare & Medicaid Services (CMS) zufolge in den nächsten Jahren überdurchschnittlich zulegen. Bei Generika steht in den USA der größte Ausgabenanstieg unter den Industrienationen an, da diverse US-Produkte von einem (baldigen) Patentablauf betroffen sind. Bei Biosimilars hat die Food and Drug Administration (FDA) im Februar 2012 ihren lange erwarteten Regulierungsansatz für die Entwicklung und Zulassung erläutert.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in den USA finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

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