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Analytica 2012 Die ganze Welt der wissenschaftlichen Forschung auf der Analytica Conference 2012

| Autor / Redakteur: Kathrin Hagel* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Von der Atemgas-Messung bis zur zerstörungsfreien Untersuchung von Kunstschätzen: Die Analytica Conference informiert über Trends der modernen Analytik und lässt dabei kaum ein Thema aus. International renommierte Wissenschaftler spannen vom 17. bis 19. April in über 20 Symposien den Bogen von der Wissenschaft zur industriellen Anwendung.

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Auf der Analytica Conference präsentieren internationale Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungsergebnisse. (Bild: Messe München)
Auf der Analytica Conference präsentieren internationale Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungsergebnisse. (Bild: Messe München)

München – Ohne die moderne Analytik wäre die Entwicklung von neuen Arzneien unmöglich, hauchdünne Solarzellen und andere Hightech-Materialien blieben eine kühne Vision, viele lebensbedrohliche Krankheiten würden zu spät erkannt. Das dem nicht so ist, verdanken wir nicht zuletzt dem kontinuierlichen Fortschritt in analytischer Chemie, Bioanalytik und klinischer Diagnostik. Was leisten die Untersuchungsmethoden heute? Wo stoßen sie noch an Grenzen und wie lassen sich diese zukünftig überwinden? Über den Stand der Forschung und die Trends der Branche informieren sich Wissenschaftler, Gerätehersteller, Anwender und Entscheider alle zwei Jahre auf der Analytica Conference. Hier diskutieren sie Neuentwicklungen auf hohem wissenschaftlichem Niveau und dennoch praxisnah. In über 20 Sessions mit insgesamt 115 Vorträgen und einer begleitenden Posterschau gibt die Konferenz einen umfassenden Überblick und bietet darüber hinaus jedem Besucher die Chance, sich über Fortschritte in seinem Spezialgebiet zu informieren.

Highlights der instrumentellen Analytik

Ob Chromatographie, Massenspektrometrie oder Spektroskopie: Neuentwicklungen in der instrumentellen Analytik stehen an allen drei Konferenztagen auf dem Programm. Den Start am ersten Messetag macht Ralf Zimmermann, Professor an der Universität Rostock und Leiter des Massenspektrometrie-Zentrums am Helmholtz-Zentrum München, mit einem ganztägigen Symposium über die Photoionisation in der Massenspektrometrie – eine vielseitige Methode, die für die schonende Untersuchung von Biomolekülen ebenso interessant ist wie für die industrielle Online-Analyse von Prozessgasen. Das Symposium gestalten Referenten aus Deutschland, China, den USA und Japan.

Wer sein Wissen in Sachen Chromatographie auffrischen möchte, sollte sich den Mittwoch vormerken. Am Vormittag dreht sich zunächst alles um LC-MS-Techniken in der Bioanalytik. Proteomics und Metabolomics stehen hier ebenso auf dem Plan wie die Untersuchung von traditionellen chinesischen Heilmitteln. Für die Nachmittagssession hat Chromatographie-Experte Werner Engewald, Professor an der Universität Leipzig, Kollegen aus Belgien, Dänemark, den USA und Deutschland eingeladen, um bahnbrechende Neuentwicklungen zu diskutieren, darunter Kohlenstoff-Nanotubes als stationäre und superkritische Fluide als mobile Phasen. Ebenfalls am Donnerstag findet ein ganztägiges Spektroskopie-Symposium statt. Es spannt den Bogen von der Elementspeziierung in den Life Sciences über die zerstörungsfreie Untersuchung von Kunstwerken bis zur Isotopenanalytik.

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