English China

Geräteausfallzeiten Die Produktivität in Vertragsprüflabors steigern

Autor / Redakteur: Nicola Vosloo* / Dr. Ilka Ottleben

In Vertragsprüflabors gehört kosteneffizientes Arbeiten bei maximierter Produktivität zu den Faktoren mit ständig zunehmender Bedeutung. Lesen Sie, wie sich die Produktivität beispielsweise eines Umweltprüflabors steigern lässt, indem die Geräteausfallzeiten erfolgreich reduziert werden.

Anbieter zum Thema

Ein hoher Probendurchsatz ist für Vertragsprüflabors von essenzieller Bedeutung. Angesichts der Tatsache, dass Umweltprüfungen immer öfter an Dritte beauftragt werden, müssen Vertragslabors ihre Produktivität maximieren, um Ergebnisse schnell und kostengünstig bereitzustellen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Kurze Projektlaufzeiten sind von großer Bedeutung, da sich Verzögerungen negativ auf zukünftige Projekte auswirken könnten. Ausstehende Reparaturen von Analyseinstrumenten, geplante vorbeugende Wartungsmaßnahmen oder die Qualifizierung von Apparaten sind die Hauptgründe für Geräteausfallzeiten und eine Bedrohung für die Laborproduktivität. Viele Labors verlassen sich hinsichtlich ihrer Serviceanforderungen auf Originalausstatter (OEMs), obwohl der Bedarf an einer gesteigerten Instrumentenverfügbarkeit einige Labors zwingt, nach alternativen Lösungen zu suchen.

Reduktion von Geräteausfallzeiten

Der Anbieter von Wasser-, Land- und Abfallanalysen Severn Trent Laboratories (STL) hat es sich zur Aufgabe gemacht, unterschiedliche Laufzeiten für Analysen anbieten zu können, einschließlich einer „Fast-Track-Option“. Insbesondere wenn Laborinstrumente voll ausgelastet sind, bedarf es zur Steigerung des Probendurchsatzes sowie der Laborproduktivität einer Minimierung von Instrumentenausfallzeiten. Bei der Wartung von über 300 Labor-instrumenten, darunter manuelle und automatisierte Probendosiersysteme, HPLC-, GC- und LC-/GC-MS-Systeme, verließ sich STL traditionell auf Originalhersteller. Die resultierende Ausfallzeiten von Instrumenten behinderten jedoch die Bestrebungen, Projektlaufzeiten deutlich zu verkürzen.

Dedizierter Support

Auf der Suche nach alternativen Lösungen setzte STL auf die Zusammenarbeit mit einem konsolidierten, herstellerübergreifenden Dienstleistungsanbieter. Auf diese Weise wurden Reaktions- und Reparaturzeiten von weniger als einem Tag und somit eine sechsfache Verbesserung der Instrumentenverfügbarkeit im Vergleich zu den früheren OEM-Diensten realisiert. Möglich gemacht wurde dies durch die Bereitstellung dedizierter Techniker für Reparaturen und Wartungsarbeiten an drei STL-Standorten. Diese Techniker stehen rund um die Uhr zur Verfügung und sind bei Bedarf innerhalb weniger Stunden vor Ort. Um im Bedarfsfall das schnelle Eingreifen der Techniker zu ermöglichen, werden Ersatzteile für einen sofortigen Zugriff direkt vor Ort gelagert. Für STL war es außerdem wichtig, dass die übernommene Servicelösung an die sich ständig ändernden Bedürfnisse angepasst werden konnte.

Kontinuierliche Verbesserung

Ein weiterer Vorteil, der sich durch den Einsatz dedizierter Techniker ergibt, ist die kontinuierliche Verbesserung der bereitgestellten Services. Mit der Zeit werden die Techniker immer vertrauter mit der Instrumentenausstattung vor Ort, der Art der getesteten Analyte und den Problemen, die regelmäßig auftreten. Die Analyse von Instrumentenleistungsdaten ermöglicht den Übergang von der Problemlösung zur Problemvermeidung sowie eine Änderung von Wartungsplänen und Aktivitäten im Bedarfsfall. Der Einsatz von Ressourcen am Standort ermöglicht eine signifikant verbesserte Servicebereitstellung und gesteigerte Laborproduktivität. Darüber hinaus können Labors durch die Zusammenarbeit mit einem einzigen Anbieter ihre Betriebskosten senken, da Mengenvorteile zu Kosteneinsparungen führen.

Steigender Zertifizierungstrend

Auch bei Qualifizierungen von Analysengeräten im Rahmen von Zertifizierungsverfahren kann die Zusammenarbeit mit einem einzigen, herstellerübergreifenden Dienstleistungsanbieter wie beispielsweise OneSource von PerkinElmer von Vorteil sein.

Immer mehr Umweltprüflabors entschließen sich zu einer Zertifizierung nach dem ISO-Standard 17025, obwohl diese nicht im Einflussbereich von Regulierungsbehörden wie MHRA und FDA liegt. Die von der International Organisation for Standardization zum ersten Mal im Jahr 1999 herausgegebene ISO-Norm 17025 ist die wichtigste Norm für Test- und Kalibrierungslabors. 2005 wurde die Norm überarbeitet, um sie mit der allgemeinen Managementnorm ISO 9001 besser in Einklang zu bringen. Mit der Erfüllung der Anforderungen von ISO 17025 beweist ein Labor, dass es den Ansprüchen im Hinblick auf die technische Kompetenz und das Managementsystem gerecht wird und regelmäßig exakte Ergebnisse liefern kann. Indem kommerzielle Labors analytische Ergebnisse garantieren, bleiben sie wettbewerbsfähig. Außerdem können die generierten Ergebnisse bei Bedarf an Regulierungsbehörden weitergegeben werden.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Neben dem Interesse an ISO 17025 gibt es auch eine gesteigerte Nachfrage nach der ISO-Norm 14001, die den Rahmen für die Bewertung und Kontrolle der Auswirkungen von Laboraktivitäten auf die Umwelt bildet. Umweltprüflabors sollten die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Umwelt begrenzen und gleichzeitig Ergebnisse pünktlich und kostengünstig bereitstellen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Obwohl die Zertifizierung für Umweltprüflabors freiwillig ist, können sie die mit der Einhaltung von Richtlinien einhergehenden Kosten reduzieren, indem sie ihre Dienstleistungen und Qualifikationen im Rahmen von Partnerschaften konsolidieren. Durch die Zusammenarbeit mit einem einzigen Dienstleistungsanbieter, der auch Qualifizierungen von Analysegeräten vornimmt, können Labors ihre Qualifikations-prozesse miteinander in Einklang bringen, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Die Straffung von Qualifizierungsprozessen mittels eines einzigen Validierungsmasterplans ermöglicht die Vereinheitlichung von Unterlagen für mehrere Anbieter und Technologien. Mit einheitlichen Unterlagen lassen sich Überprüfungen mühelos durchführen und Vorbereitungen auf ein Audit werden vereinfacht. Eine softwarebasierte Qualifizierungslösung stellt die vollständige Rückverfolgbarkeit sicher und schließt gleichzeitig das Risiko menschlicher Übertragungsfehler aus. Neben Geräteausfallzeiten lassen sich mithilfe eines herstellerübergreifenden Dienstleistungsanbieters auch Verwaltungsaufwand und -kosten reduzieren.

Dr. N. Vosloo, PerkinElmer, Buckinghamshire, HP9 2FX, UK

(ID:329792)