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Analytica 2016: Temperierlösungen und Messegeräte Die richtige Temperierung und eine Weltneuheit

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Auch 60 Jahre nach der Gründung des Unternehmens präsentiert der Temperiergeräte-Hersteller Lauda wieder zahlreiche Neuerungen in der Temperiertechnik. Das Tochterunternehmen Lauda Scientific zeigt daneben unter anderem erstmals ein Viskositäts-Messgerät.

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Dr. Gunther Wobser, geschäfsführender Gesellschafter bei Lauda, präsentiert die Neuheiten im Bereich der Temperierung.
Dr. Gunther Wobser, geschäfsführender Gesellschafter bei Lauda, präsentiert die Neuheiten im Bereich der Temperierung.
(Bild: LABORPRAXIS)

München –Der Temperierspezialist Lauda ist in diesem Jahr mit zahlreichen Neuheiten für die Temperierung in Labor und Technikum auf der Analytica präsent. Dies sind u.a. die neuen Bad- und Umwälzthermostate der Gerätelinie Lauda Pro und die kompakte Ultracool Mini Umlaufkühlerserie. Mit der Präsentation des neuen Lauda Loop, ein thermoelektrischer Umwälzthermostat auf Basis der energieeffizienten Peltier-Technologie, zeigt Lauda einen neuen technologischen Ansatz angesichts der Herausforderungen optimaler Temperierlösungen. „Gerader der Verzicht auf Kältemittel bedeutet eine wesentlich ressourcenschonenderen Ansatz als bei herkömmlichen Lösungen. Dies ist für viele Anwedungen eine gute Alternative“, sagt Dr. Guther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von Lauda, anlässlich eines Presserundgangs. Zudem ist das Tochterunternehmen Lauda Scientific zum ersten Mal mit einem eigenen Messestand präsent. Tägliche Livedemonstrationen während der Live Labs zu den Themen Lösungsviskosität und Polymeranalytik zeigen zusätzlich das Anwendungsspektrum und die Möglichkeiten der Messgeräte.

Optimiert auf Anwenderansprüche

Kunden haben in der Praxis oftmals nur die interne oder externe Anwendung zu beherrschen. Beide Einsatzbereiche adäquat abzudecken ist zwingend mit einigen Kompromissen bei der Auswahl und Anordnung von Komponenten verbunden. „Mit der neuen Gerätelinie Lauda Pro gehört dies der Vergangenheit an, denn Lauda setzt hier auf eine kompromisslose Fokussierung und ermöglicht dem Anwender bei ganz individuellen Bedürfnissen hohe Flexibilität bei interner Temperierung und hohe Effizienz bei externen Applikationen“, erklärt Dr. Gunther Wobser.

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Leistungsstarke Badthermostate für exakte interne Temperierung von erstmals -100 bis 250 °C und effiziente Umwälzthermostate für dynamisches Heizen und Kühlen externer Applikationen von -45 bis 250 °C, unterstreichen die konsequente Ausrichtung der neuen Gerätelinie auf beide Anwendungsbereiche. Für die interne Temperierung stehen drei Bad-Wärme- und sechs Bad-Kältethermostate mit verschiedenen Badvolumen von 10, 20 und 30 Litern zur Auswahl. Alle Geräte garantieren hohe Temperaturstabilität und -homogenität. Ein Wärme-Umwälzthermostat und zwei Kälte-Umwälzthermostate bieten beeindruckende Effizienz bei externen Applikationen. Durch ein sehr geringes Füllvolumen in Kombination mit einer leistungsstarken Varioflexpumpe erfolgt eine dynamische Temperaturführung mit sehr geringem Energieaufwand. Beim komfortablen Bedienkonzept mit einem 360 Grad drehbaren und auch abnehmbaren Display kann der Anwender zwischen den Varianten „Base“ und „Command Touch“ wählen. Gesteuert wird die Lauda Pro mit der Bedieneinheit „Base“ ganz einfach per Tastendruck. Mittels OLED-Display behält der Anwender stets den Überblick über wichtige Parameter. Noch mehr Komfort bietet die Bedieneinheit „Command Touch“ mit großem, farbigem Multi-Touchscreen und erweitertem Funktionsumfang.

Kompakte Kühlung

Für die industrielle Kühlung hat Lauda mit den neuen Ultracool UC Mini kompakte Prozessumlaufkühler für Kälteleistungen von 2 bis 5 Kilowatt entwickelt. Im Vergleich zu den bewährten Vorgängermodellen wurde die Gerätegröße deutlich reduziert. Dank ihres quadratischen Designs und einer Seitenlänge von nur 640 Millimeter lassen sie sich leicht und flexibel positionieren. „Stellfläche kostet Geld und dieses steckt der Anwender idealerweise in die Umsetzung seiner Applikationen. Deshalb setzen wir auch bei industriellen Anwendungen immer auf eine optimierte Gerätegeometrie“, unterstreicht Geschäftsführer Dr. Marc Stricker. Die Prozessumlaufkühler mit den Varianten UC 2, UC 3 und UC 4 arbeiten in einem Temperaturbereich zwischen -5 und 25°C. Der Umgebungstemperaturbereich, in dem die Kühler sicher und zuverlässig eingesetzt werden können, reicht von 0 bis 50°C. Ganz neu ist zudem eine Geräteoption, die eine Außenaufstellung der Umlaufkühler bei Umgebungstemperaturen bis -15°C erlaubt.

Energieeffiziente Peltier-Technologie

Eine weitere Besonderheit im Lauda Gerätesortiment ist der neue thermoelektrische Umwälzthermostat Lauda Loop auf Basis der Peltier-Technologie, die mittels eines Stromflusses durch Halbleiter die Temperatur erzeugt. Der Lauda Loop ist für externe Anwendungen in einem Temperaturbereich von 5 bis 50 °C geeignet. Ein einfaches Umpolen der Stromrichtung macht es dem Anwender sehr leicht, dieses Gerät zum Heizen oder zum Kühlen einzusetzen. Der neue Lauda Loop besitzt ein modernes Design und ist mit einer Höhe von 301 Millimeter und einer Breite von 146 Millimeter platzsparend einzusetzen. Konzipiert wurde der thermoelektrische Umwälzthermostat für den Einsatz von Temperierungen von Refraktometern, Polarimetern, Elektrophorese-Kammern oder für die Probenvorbereitung.

Weltneuheit in der Viskositätsmessung

Eine Weltneuheit präsentiert das Tochterunternehmen Lauda Scientific auf der Analytica: Das Lauda Scientific easy.Visc macht Viskositätsmessungen im Labor, in der Qualitätssicherung oder im Wareneingang besonders leicht. Kleine Probenmenge, kleiner Platzbedarf, einfache Bedienbarkeit, aber präzise Messungen und ein weiter Temperaturbereich – dies sind Durch seine intelligente Temperierung und dem kleinen Probenvolumen erreicht es schnell und präzise die Messtemperatur. Neben der dynamischen Viskosität kann durch die gleichzeitige Bestimmung der Dichte auch die kinematische Viskosität bestimmt werden.

Das neue Tensiometer TC1 bietet hohen Bedienkomfort auch bei einem manuellen Gerät. Präzise und vor allem reproduzierbare Messungen sind durch den integrierten Assistenten erstmals völlig problemlos. Dazu kommen zahlreiche Vorteile, wie integrierte Standardmethoden, GLP konformes Benutzermanagement und Erweiterbarkeit durch das kompakte PTT+, welches Temperierung nicht nur präzise sondern auch platzsparend macht.

Vollautomatische Tensiometermessung

Das „Stand-alone“ Tensiometer TD 4 überzeugt bei der vollautomatischen Bestimmung der Oberflächen- und Grenzflächenspannung mit seiner einfachen Bedienung, seinem präzisen Kraftmesssystem und seinen kompakten Abmessungen. Mit dem großen Touchscreen, der intuitiven Bedienung und der intelligenten Benutzerführung ist das TD 4 ein verlässlicher Partner für die tägliche Routinemessung in Chemie, Pharmazie und Qualitätssicherung. Das Benutzermanagement ermöglicht verschiedene User-Level gemäß GLP.

Auch bei kleinen Oberflächen- und Grenzflächenspannungen ist dank der präziseren Mechanik und der Positionsmessung eine zuverlässige Messung möglich. Besonders bei niedrigen Dichtedifferenzen ist durch die Bestimmung der Lamellenhöhe und der einstellbaren Verfahrgeschwindigkeit noch eine verlässliche Messung ohne die Gefahr eines Lamellenabrisses möglich. Auch bei der Wilhelmy-Plattenmethode ermöglicht die präzise Wegmessung und automatischen Erkennung der Oberfläche mit dem TD 4 eine automatische Messung mit größtmöglicher Präzision und Reproduzierbarkeit.

Die Gerätesoftware ist in der Bedieneinheit integriert, womit der zusätzliche Einsatz eines PCs zur Messauswertung nicht notwendig ist. Die Messwerte können sowohl als Tabelle wie auch als Grafik dargestellt werden, sowie auch leicht über einen USB-Stick gesichert und exportiert werden.

Besonders bei Einsatz des Peltiertemperiersystems PTT+ ist eine genaue Temperierung bei gleichzeitig sehr geringen Platzbedarf und höchstem Steuerungskomfort gegeben.

Für den Benutzer ist die Auswahl der Standardmethode deutlich vereinfacht, da Standardmethoden für Trafo-, Lampenöle etc. nach ASTM D971; EN 14210; EN 14370; IEC 62961; EN 14059 bereits in der Software implementiert sind. Benutzerdefinierte Methoden sind einfach einzurichten. Mit dem standardmäßig mitgelieferten Verdrängerkörper sind zudem auch Dichtemessungen durchführbar.

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