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Nitrat, pH und mehr

Die Wasserqualität anforderungsgerecht mittels Photometrie prüfen

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Eine spezielle Optik, die mit einer Kombination aus LED und Filtern arbeitet, ist ausschlaggebend, um den Anforderungen mobiler Photometrie gerecht zu werden. Anders als Wolframlampen verfügen LEDs über eine erheblich höhere Effizienz und produzieren mehr Licht bei einem gleichzeitig geringeren Stromverbrauch. Ein weiterer Vorteil dieser Lichtquellen besteht darin, dass LEDs kaum Abwärme erzeugen, die ansonsten die thermische Stabilität der Messungen beeinträchtigen könnte. Somit minimieren LED-Lichtquellen Fehleinflüsse auf photometrische Messungen und erlauben eine höhere Messstabilität.

Bei Hanna Instruments sorgt zudem ein zusätzlicher Referenzdetektor innerhalb des optischen Systems für eine selbstständige Leistungskontrolle: Er kompensiert mögliche Drift durch Spannungsschwankungen oder auftretende Änderungen der Umgebungstemperatur. Gleichzeitig verfügt die Optik der HI833xx-Serie über eine Sammellinse, die alles Licht einfängt, das eine Küvette bei der Messung verlässt. Abweichungen durch mögliche Küvettenfehler oder Kratzer, die außerhalb einer sicheren Laborumgebung leicht auftreten können, werden somit zusätzlich minimiert. Während bei älteren Geräten darauf geachtet werden musste, Küvetten immer in der exakt selben Ausrichtung in den Messschacht zu setzen, kann dank Sammellinse auf eine solche Indizierung verzichtet werden.

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Je nach Verwendungszweck gibt es die Multi-Photometer von Hanna Instruments auch in applikationsspezifischen Varianten. Maximal an den Anforderungen ihrer Anwender orientiert, sind diese bereits ab Werk für ihre Nutzung in der Umweltanalytik, der Analyse von Nährstoffen, der Abwasserbehandlung oder Trinkwasseraufbereitung, der Überwachung von Aquakulturen, den Einsatz im Bäderbereich oder für Boiler und Kühltürme spezialisiert. Zudem lassen sich die Gerätefunktionen der HI833xx-Serie mittels anschließbarer pH-Elektrode um ein weiteres nützliches Messverfahren erweitern. Damit kann der pH-Wert im Wasser nicht nur kolorimetrisch, sondern auch direkt gemessen werden, was entsprechende Testreihen in verschiedenen spezifischen Anwendungsfeldern noch weiter vereinfacht. Zudem gibt es photometrische Parameter die pH-abhängig sind, sodass eine genaue Kenntnis des pH-Werts sehr hilfreich ist, wie das nachfolgende Beispiel ausführt.

pH-Wert – essenzieller Parameter für Aquakulturen

Gerade in der Fischzucht ist die Überwachung des pH-Werts ein elementarer Bestandteil der Wasseranalytik, der in Ergänzung zur Photometrie eingesetzt werden kann. Für die gesunde Aufzucht von Fischen sind vor allem die Ammoniak- und Ammonium-Werte innerhalb der Zuchtbecken essenziell: Ammoniak (NH3) gelangt in erster Linie durch die Ausscheidungen der Fische ins Wasser, ist für sie jedoch hoch giftig. Bereits 0,02 mg/L können je nach Spezies toxisch wirken. Gelangt Ammoniak ins Wasser, ionisiert er teilweise und wird zu dem weitaus weniger giftigen Ammonium (NH4+). Wie viel Ammoniak in einem Gewässer ionisiert, hängt vom pH-Wert ab. Je geringer der pH-Wert, desto mehr Ammonium wird gebildet. Daher ist es in der Fischzucht besonders wichtig, neben dem tatsächlichen Ammoniak-Gehalt im Wasser auch den pH-Wert zu messen. Aus diesen Größen lässt sich ableiten, wie viel giftiges Ammoniak weiterhin in das unbedenklichere Ammonium umgewandelt werden wird. Während sich sowohl die Ammoniak- als auch die Ammoniumkonzentration in Zuchtteichen mittels der so genannten Nessler-Methode photometrisch messen lässt – beispielsweise mit einem HI83303-Aquakultur-Photometer – bietet die Erweiterung durch eine pH-Elektrode dennoch zusätzliche Vorteile. Denn die Doppelnutzung des Photometers als pH-Meter ermöglicht ein zusätzliches, direktes Monitoring von pH-Wert und Wassertemperatur, das es Züchtern vereinfacht, die Anteile von NH3 und NH4+ in ihren Anlagen exakt zu bestimmen.

Ob am Fischteich, auf dem Feld oder zurück im Labor: Die Vielseitigkeit der Wasseranalytik macht deutlich, dass die Individualisierung auch in der Messtechnik zu den neuen Leitmotiven zählt. Die Photometrie stellt hier keine Ausnahme dar. Hersteller wie Hanna Instruments haben diesen Trend erkannt und bieten neueste Produktgenerationen, die für jeden Bedarf und jede Anwendung eine maßgeschneiderte Lösung bieten: vom multifunktionalen Photometer bis hin zur anwendungsspezifischen Ausführung.

* V. Berndt: HANNA Instruments Deutschland GmbH, 89269 Vöhringen

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