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Bitkom-Studie: Digitale Arbeitswelt

Digitale Arbeitswelt stellt Berufstätige vor Probleme

| Redakteur: Matthias Back

Weiterbildungen sind eine Möglichkeit, um Arbeitnehmen auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Bereits dreiviertel der Deutschen bilden sich zu Hause weiter.
Weiterbildungen sind eine Möglichkeit, um Arbeitnehmen auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Bereits dreiviertel der Deutschen bilden sich zu Hause weiter. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die meisten Berufstätigen fühlen sich nicht gewappnet für die digitale Arbeitswelt – das ergibt eine aktuelle Umfrage. Für Weiterbildungen fehlt es oftmals an Zeit und Angeboten, um mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt zu halten.

Sieben von zehn der abhängig Beschäftigten beklagen, dass während der Arbeit keine Zeit für eine Weiterbildung zum Umgang mit neuen, digitalen Technologien bleibt. Sechs von zehn sagen, dass ihr Arbeitgeber keine Weiterbildungen zu Digitalthemen anbietet und 39 Prozent erklären, dass ihr Arbeitgeber vermehrt auf neue, digitale Technologien setzt, ohne in die dafür erforderliche Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren.

„Neben der Motivation der Mitarbeiter spielen auch das vorhandene Zeitbudget und das Angebot an Weiterbildungen durch den Arbeitgeber eine entscheidende Rolle. Hier ist vor allem das Management gefordert. Lebenslanges Lernen muss raus aus dem Podiumssprech und rein in die unternehmerische Praxis. Digitalkompetenz gehört dabei in den Mittelpunkt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Drei von vier Befragte sehen Digitalkompetenz als neue Kernkompetenz.
Drei von vier Befragte sehen Digitalkompetenz als neue Kernkompetenz. (Bild: Bitkom Research)

Digitalkompetenz wird zur Kernkompetenz

77 Prozent der Erwebstätigen sind der Ansicht, dass Digitalkompetenz für ihren Arbeitsplatz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. Acht Prozent meinen, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird. Berg: „Fragt man Geschäftsführer und Personalentscheider, zeigt sich ein ähnliches Bild. Digitalkompetenz wird in allen Branchen zur Kernkompetenz.“ Schon heute sind digitale Technologien im Job nicht mehr wegzudenken. Acht von zehn Erwerbstätigen sagen, dass digitale Technologien wie Computer, Internet oder digitale Produktionsmaschinen für ihre tägliche Arbeit eine große Bedeutung haben. Je nach Thema haben die Berufstätigen einen unterschiedlichen Nachholbedarf.

Jeder Dritte hat bereits eine Weiterbildung zur richtigen Bedienung von Standardprogrammen zum Beispiel von Microsoft, SAP oder Datev gemacht, jeder Vierte dagegen hat dazu noch keine Weiterbildung absolviert, obwohl es im Job hilfreich wäre. Zur allgemeinen Handhabung digitaler Technik haben sich 19 Prozent weitergebildet und ein weiteres Drittel (31 Prozent) hielte das für hilfreich. Seltener bilden sich Erwerbstätige weiter zu Datenschutz im Internet (13 Prozent), Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft (13 Prozent), technischen Grundlagen wie Programmiersprachen (neun Prozent), rechtlichen Grundlagen im Internet wie Urheberrecht (acht Prozent) und richtigem Verhalten in Chats und Sozialen Netzwerken (drei Prozent).

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76 Prozent der Bundesbürger bilden sich privat weiter

Allgemein gibt es ein breites Bewusstsein für die Bedeutung von lebenslangem Lernen im digitalen Zeitalter. Jeweils etwa neun von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren sagen, dass lebenslanges Lernen im Zusammenhang mit Digitalisierung immer wichtiger wird (92 Prozent), Weiterbildungen zu Digitalthemen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen (89 Prozent) und Weiterbildungen zu digitalen Technologien Voraussetzung für Erfolg im Beruf sind (88 Prozent). Die Bereitschaft, sich außerhalb des Jobs weiterzubilden, ist entsprechend groß. Drei Viertel der Bundesbürger bilden sich privat weiter. Die populärsten Themen sind Ernährung/Kochen (klassische Lernformate: 36 Prozent; digitale Lernformate: 23 Prozent), Computer-Programme wie Microsoft Office oder Adobe Photoshop (25 Prozent/sieben Prozent) und Fremdsprachen (20 Prozent/sieben Prozent). Im Programmieren bilden sich 4 Prozent klassisch weiter, 2 Prozent nutzen digitale Lernformate.

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