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Nanoskalige Partikel Doris Segets erhält Friedrich-Löffler-Preis für Partikelforschung

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Nachwuchswissenschaftlerin Dr.-Ing. Doris Segets hat den Friedrich-Löffler-Preis 2016 von der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) erhalten. Ausschlaggebend waren Segets Leistungen bei der Entwicklung ingenieurwissenschaftlicher Konzepte zur Herstellung und Verarbeitung nanoskaliger Partikel.

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Prof. Hermann Nirschl, Chairman der Partec, Dr.-Ing. Doris Segets, Preisträgerin des Friedrich-Löffler-Preises, Elisabeth Löffler und Dr. Ljuba Woppowa, Geschäftsführerin VDI-GVC (v.l.n.r.), bei der Preisverleihung.
Prof. Hermann Nirschl, Chairman der Partec, Dr.-Ing. Doris Segets, Preisträgerin des Friedrich-Löffler-Preises, Elisabeth Löffler und Dr. Ljuba Woppowa, Geschäftsführerin VDI-GVC (v.l.n.r.), bei der Preisverleihung.
(Bild: Nuernberg Messe / Thomas Geiger)

Düsseldorf – Mit der Ehrung zeichnet die VDI-GVC Segets für ihre hohe fachliche Kompetenz, ihre große internationale Sichtbarkeit und wegweisende Erkenntnisse im Bereich der Nanopartikeltechnik aus. Die Forschungsarbeiten versprechen eine breite Anwendbarkeit für neue Materialen. Die Preisträgerin ist am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) tätig.

„Insbesondere mit Blick auf knapper werdende Ressourcen und dem daraus resultierenden Fokus auf erneuerbare Energien besitzen kleine, in flüssiger Phase hergestellte Teilchen von wenigen Nanometern Größe ein enormes Potential. Bisher war Forschung in diesem Bereich in erster Linie eine Fragestellung der Chemie“, sagt Segets über ihre Forschungserkenntnisse Ein enorm wichtiger Aspekt um kleine Teilchen nun auch technisch zu verarbeiten, sei z.B. die Kontrolle der Oberflächenchemie. Letztere beinhaltet alle Ionen und Moleküle, die an der Partikeloberfläche anbinden und die maßgeblich die Wechselwirkung der Teilchen mit der kontinuierlichen Phase bestimmen.

„Werkzeugkasten“ ist Schlüssel zum Forschungserfolg

„Um Partikeloberflächen nun für möglichst viele Stoffsysteme mit möglichst geringem experimentellem Aufwand möglichst genau zu untersuchen, haben wir eine Art ‚Werkzeugkasten‘ entwickelt. Dieser greift auf Methoden aus der Chemie zu, verfolgt dabei aber das Ziel, allgemein anwendbare Designkriterien zu identifizieren. Diese werden für die verfahrenstechnische Auslegung von technischen Prozessen dringend benötigt“, so Segets.

Die Verleihung des Friedrich Löffler-Preises erfolgte in Nürnberg im Rahmen der Eröffnung der Partec 2016, dem internationalen Kongress für Partikeltechnologie. Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro überreichte Prof. Hermann Nirschl, Chairman der Partec, zusammen mit Elisabeth Löffler, der Witwe des Namensgebers des Friedrich-Löffler-Preises.

Der Friedrich Löffler-Preis ist zur Förderung von ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchskräften für besondere Verdienste auf dem Feld der Partikelforschung, Partikeltechnologie und des Produktdesigns bestimmt. Er wird im Rahmen der Partec alle drei Jahre an einen promovierten Wissenschaftler verliehen. Mit dem Preis wird auch dem Vermächtnis von Prof. Dr.-Ing. Friedrich Löffler. Für Löfflers richtungsweisenden Forschungen zur Partikeltechnologie wurde er u.a. 1974 mit dem Arnold-Eucken-Preis der VDI-GVC und 1981 mit der VDI-Ehrenmedaille in Gold der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL) ausgezeichnet.

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