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Praxistag HPLC am 19. September

Dritter Praxistag gibt Tipps für den HPLC-Einsatz

| Autor / Redakteur: Marc Platthaus* / Marc Platthaus

Abb.1: Während der Pausen können die Teilnehmer beim Besuch der Ausstellung mit den Experten diskutieren.
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Abb.1: Während der Pausen können die Teilnehmer beim Besuch der Ausstellung mit den Experten diskutieren. (Bild: LABORPRAXIS)

Zum dritten Mal findet am 19. September in Würzburg der Praxistag HPLC statt. Ein vollgepacktes Programm aus Vorträgen und Workshops erwartet die Teilnehmer. Die Themen reichen von nachhaltiger Probenvorbereitung über die 2D-HPLC bis zu Tipps für die richtige Säulenauswahl.

Kleine Moleküle aber auch Makromoleküle, Biopolymere und Proteine, Kontaminanten oder kritische Substanzen ebenso wie essenzielle Produktbestandteile – es gibt kaum eine Verbindungsklasse, die nicht mit der Flüssigchromatographie analysiert werden kann. Aber wann muss welche Säule gewählt werden und welche Vorteile bieten die unterschiedlichen Detektoren?

Solche Fragen werden am 19. September während es dritten Praxistages HPLC beantwortet. Und damit das Thema Praxis einen noch größeren Raum erhält, haben wir das Programm optimiert: Am Nachmittag finden vier Workshops in zwei parallelen Sessions statt und den Abschluss bilden zwei weitere Workshops für alle Praxistag-Teilnehmer.

3. Praxistag HPLC am 19. September 2017 Sie wollen mehr Tipps und Tricks für die Nutzung Ihrer (U)HPLC-Anlage bekommen? Dann kommen Sie am 19. September zum 3. Praxistag HPLC nach Würzburg. Das Programm reicht von der zweidimensionalen HPLC, über spezielle Flusszellen-Detektoren bis zur richtigen Auswahl Säulenauswahl für die LC/MS. Das detaillierte Programm finden Sie hier .

Ein- oder Zweidimensional?

Eine sichere Identifizierung und Quantifizierung chromatographisch unaufgelöster Komponenten gelingt in vielen Fällen trotzdem durch Kopplung der LC mit massenspektrometrischen Methoden. Bei Ähnlichkeit der Spektren (Isomere, Enantiomere), bei starker Beeinträchtigung der Ionisierung durch ungetrennte Komponenten oder bei hochkomplexen Gemischen ist die zur Quantifizierung notwendige Auflösung einer größtmöglichen Zahl von Komponenten allerdings nur durch eine drastische Vervielfachung der Peakkapazität des chromatographischen Systems zu erreichen.

Diese Vervielfachung kann mit vertretbarem Zeitaufwand durch zweidimensionale (2D) oder mehrdimensionale Kopplung von chromatographischen Systemen (Säulen) möglichst unterschiedlicher Selektivität verwirklicht werden. Der GdCh-Chromatographieexperte Prof. Dr. Thomas Welsch wird in seiner Keynote die 2D-Chromatographie kritisch beleuchten und anhand von zahlreichen Beispielen ihre Möglichkeiten aufzeigen.

Detektion und Nachhaltigkeit

In der HPLC kommen zahlreiche Detektoren zum Einsatz. UV-Vis- und massenspektrometrische Detektoren sind hier sicher die bekanntesten Beispiele. Doch universelle Detektoren sind durch ihre Eigenschaft, sämtliche Analyte detektieren zu können, unabhängig vom Vorhandensein von Chromophoren oder Ionisierungseigenschaften, für den Anwender von Interesse.

Unter den universellen Detektoren sticht die Charged-Aerosol-Detektion durch ihre charakteristischen Eigenschaften hervor. So ist diese Art der Detektion für nicht- und schwerflüchtige Verbindungen besonders empfindlich und verfügt über einen sehr weiten dynamischen Bereich. Im Rahmen des Vortrags von Tibor Müllner (Thermo Fisher Scientific) sollen das Messprinzip und die Funktionsweise der Charged-Aerosol-Detektion erläutert und ihre Effizienz an ausgewählten Beispielen aufgezeigt werden.

Gute Ergebnisse erzielen – und das ressourceneffizient und ohne umweltschädliche Reagenzien zu verwenden: das ist verkürzt zusammengefasst das Ziel der Grünen Chromatographie. In der Praxis gibt es dafür in allen Schritten des HPLC-Workflows bereits verschiedene Methoden und Ansätze.

Der Vortrag der Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt legt den Fokus auf die Probenvorbereitung. Verschiedene Möglichkeiten werden aufgezeigt, wie in diesem Schritt Ressourcen eingespart oder alternative, nichttoxische Varianten eingesetzt werden können. Ein Überblick über die verschiedenen Mikroextraktionstechniken (LPME, SPME) sowie weitere alternative Methoden, wie SFE oder Ultraschall zeigen die ganze Bandbreite an Möglichkeiten auf.

HPLC-Troubleshooting

In einem Workshop behandelt Dr. Stefan Vosskötter (Shimadzu) die gängigen Probleme, die HPLC-Anwender in der Routine haben. Er gibt nützliche Tipps für optimale Ergebnisse und gegen lange Standzeiten. Weitere Themen sind die Basislinienfluktuation, Druckschwankungen oder die Flusslinienleckage. Dr. Vosskötter zeigt Möglichkeiten auf, diese Probleme zu beheben und zu vermeiden.

Schwierigkeiten bei der Übertragung von HPLC-Methoden zwischen verschiedenen Geräten gehören zu den häufigen Erfahrungen im Laboralltag. Die Weiterentwicklung der Flüssigchromatographie zur UHPLC hat diese Problematik grundsätzlich noch weiter verschärft. In diesem Zusammenhang relevante instrumentelle Parameter sind die jeweilige Gradiententechnik und das Gradientenverzögerungsvolumen, die Durchmischung der Probenzone mit der mobilen Phase vor der Trennsäule, die Eluentenvorheizung und die Säulenthermostatisierung sowie spezifische Detektionsparameter und das Detektorzellendesign. Besonders die Durchmischung der Probezone und die Säulenthermostatisierung bei Methoden mit hohen Arbeitsdrücken stellen Anwender der UHPLC oft vor Probleme, die in der klassischen HPLC selten auftraten. Im Workshop von Dr. Frank Steiner (Thermo Fisher Scientific) wird der Einfluss all dieser Parameter systematisch diskutiert und es werden Tipps zum Umgang mit den damit verbundenen praktischen Herausforderungen gegeben.

Dies sind einige ausgewählte Vortrags- und Workshop-Themen – neugierig geworden? Melden Sie sich gleich zum dritten Praxistag HPLC am 19. September an.

* M. Platthaus: Chefredakteur LABORPRAXIS, E-Mail: marc.platthaus@vogel.de

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