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HPLC-Tipps hautnah

Dritter Praxistag HPLC brachte Anwender und Hersteller zusammen

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HPLC-Workshops mit Tipps

Die Praxistag-Referenten am Nachmittag widmeten sich dann wieder dem täglichen Einsatz der Flüssigchromatographie. Zwei Workshops zeigten dabei, wie wichtig die Auswahl des richtigen Säulenmaterials ist. Dr. Ute Beyer von Restek richtete ihr Interesse dabei vor allem auf die Kombination von LC mit anschließender massenspektrometrischer Detektion. Sie räumte dabei mit dem Vorurteil auf, dass die Säule in der HPLC nur noch ein Filter für die Detektion im Massenspektrometer sei. Dr. Dennis Kühbeck von Showa Denko Europe zeigte in seinem Workshop auch, wie wichtig die richtige Säulenauswahl ist. Er wies hier vor allem auf die Vorteile von Polymersäulen hin, die mit ihrem erweiterten pH-Bereich (pH 2-13), einer zwei- bis dreimal längeren Lebenszeit und der vereinfachten Analyse von basischen Substanzen einige Vorteile bieten.

Warum der Anwender für optimale Analyseergebnisse vor allem Wert auf die richtige Probenvorbereitung legen sollte, bewies Dr. Andrea Frisse in ihrem Workshop. So belegen Tests, dass bis zu 80% der Probleme bei HPLC-Durchführungen auf eine unzureichende Wasserqualität zurückzuführen sind. Die Sartorius-Expertin hob hervor, dass eine falsche Probenvorbereitung im schlimmsten Falle die HPLC-Anlage zerstören kann.

Wie Probleme bei der HPLC-Trennung bereits im Vorfeld minimiert werden, zeigte Arnold Zöldhegyi vom Molnár-Institute. Er ging auf den Einsatz von Software-Systemen für die HPLC-Methodenentwicklung ein und wie diese vor allem eine deutliche Zeitersparnis gegenüber der herkömmlichen „Trial-and-Error“-Methode bringen können.

Das richtige Troubleshooting

Dr. Stefan Vosskötter von Shimadzu widmete sich in seinem Workshop wieder einem allgemeineren Thema: dem HPLC-Troubleshooting. Aus Sicht des Produktspezialisten lassen sich mithilfe geeigneter Strategien viele alltägliche HPLC-Probleme eliminieren (s. auch LP-Tipp).

Den Abschluss des diesjährigen Praxistages HPLC bildete der Workshop von Dr. Frank Steiner von Thermo Fisher Scientific, der sich einem wichtigem Thema in der HPLC widmete: Wie gelingt der Methodentransfer zwischen unterschiedlichen HPLC-Systemen? Er wies hier vor allem auf systemische Parameter wie die Erzeugung des Gradienten hin, aber auch auf methodische Aspekte wie die Probenzonendurchmischung. n

* M. Platthaus: Chefredakteur LABORPRAXIS, E-Mail: marc.platthaus@vogel.de

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