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Labortechnik „Durch die Pandemie wurden Laborautomaten gepusht“

Was macht ein modernes Labor aus, was wollen die Hersteller? Wir haben dazu mit Wolfgang Warum, CTO der WILD Gruppe, gesprochen, die in der Entwicklung und Produktion von Laborgeräten tätig ist.

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(Bild: binder+co_principal©trevorpalin2015)

Herr Warum, was macht die WILD-Gruppe und was verstehen Sie unter dem Stichwort „Labortechnik 4.0“?

Wolfgang Warum: Die WILD-Gruppe ist ein österreichischer Technologiepartner für kleine und große Firmen, hauptsächlich aus Europa. Unsere Kunden beauftragen uns mit der Entwicklung und Produktion von Geräten oder Baugruppen. Beim Thema Labor- oder Medizintechnik ist eine schnelle „Time-to-Market“ sehr wichtig. Aus diesem Grund fragen Hersteller bei uns an, denn wir können den Produktentstehungsprozess durch unser Know-how verkürzen und sie erhalten dadurch einen Wettbewerbsvorteil.

Labortechnik 4.0 bezieht sich auf die Vernetzung von Geräten und Daten. Die Auswertung der Daten ist wichtig, ebenso die Ansprechbarkeit des Gerätes. Also wie kann ich Aufträge an das Gerät senden und Daten auslesen? Wie wird das Gerät gewartet? Das Stichwort „präventive Wartung“ ist hier wichtig. Entscheidend ist auch, wie die Daten zum Anwender kommen. Erscheinen sie auf einem Bildschirm, gibt es eine Verbindung zu einer Smartwatch - auch das haben wir bereits realisiert - oder soll man das Ergebnis der Messung bzw. den Zustand des Gerätes auf anderen externen Geräten auslesen können? Das heißt, die Usability für den Anwender ist ein zentrales Thema

Wolfgang Warum
Wolfgang Warum
(Bild: WI LD Gruppe)

Werden die von Ihnen für das Labor produzierten Geräte im Reinraum produziert?

Warum: Wir haben die Möglichkeit der Reinraummontage für verschiedene Anwendungen, um zum Beispiel zu verhindern, dass eine Verunreinigung Auswirkungen auf die Messung hat. Das findet häufig bei Geräten für die Materialanalyse Anwendung. Und natürlich überall dort, wo optische Messmethoden zum Einsatz kommen. Staubpartikel wären hier sehr hinderlich, weil dadurch die optische Messung getrübt werden würde. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit der keimkontrollierten Produktion für Sterilprodukte.

Denken Sie, durch die Pandemie kam es im Bereich Labortechnik zu einem Innovationssprung? Labore waren selten so stark gefordert wie im letzten Jahr.

Warum: Ich denke schon, dass durch die Pandemie Laborautomaten stärker gepusht wurden, da einfach eine große Menge an Untersuchungen notwendig war. Die Themen Produktivität und Automatisierung wurden hier besonders wichtig. Messungen in großer Menge und kurzer Zeit zu verarbeiten, ist in den Laboren derzeit sehr gefragt. Ich bin sicher, hier mussten etliche aufgrund der Pandemie an Geräten aufstocken. Das war für einige unserer Kunden ein großer Anschub. Gleichzeitig gab es vor der Pandemie einen klaren Trend in Richtung individueller Messungen im Bereich „Point of Care“. Natürlich gibt es diese Messungen immer noch, zum Beispiel die Corona-Schnelltests für die Heimanwendung.

Haben Sie schon eine Vorstellung davon, welches Produkt Sie auf der diesjährigen COMPAMED vorstellen wollen?

Warum: Das genaue Konzept für die Messe steht noch aus, aber wir werden wieder im Netzwerk mit Partnern ausstellen und dabei sozusagen die Wertschöpfungskette der Produkte abbilden. Wir bezeichnen das als WIN-Network, also WILD Integrated Network. Das haben wir vor circa vier Jahren ins Leben gerufen und seither sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wir werden sicher wieder spannende Ausstellungsstücke präsentieren und durch viele Technologie-Experten am Stand vertreten sein.

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