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Bioreaktor-Technologie

Durchsätze verdoppeln dank automatischer Reinigung

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Daniel Egger, Leiter Marketing bei Infors HT, präsentiert die neue LabCIP-Technologie auf der Achema 2015.
Daniel Egger, Leiter Marketing bei Infors HT, präsentiert die neue LabCIP-Technologie auf der Achema 2015. (Bild: Ottleben)

Infors HT präsentiert auf der diesjährigen Achema unter anderem den Labfors 5 Bioreaktor mit neuer Lab-CIP-Technologie. Sie ermöglicht eine automatische Reinigung und Sterilisation des Glas-Bioreaktors auf Knopfdruck, über Nacht und erlaubt auf diese Wiese eine deutliche Steigerung der Durchsätze.

Frankfurt a.M. – Und wer macht den Abwasch? Nicht nur im privaten Haushalt kann diese Frage zum „Problem“ werden. Wer im biotechnologischen Labor Bioprozesse, Fermentationen und Expressionen in Glas-Bioreaktoren durchführt, weiß, wie zeitaufwändig und mitunter lästig die anschließende Reinigung der Reaktoren ist. Hat jedoch im Haushalt mal niemand Lust oder Zeit das Geschirr zu spülen, bleiben die Konsequenzen sehr begrenzt. Nicht so im Labor: Nur verlässlich saubere und sterile Glas-Bioreaktoren können für nachfolgende Ansätze eingesetzt werden.

Gemeinsame Entwicklung mit Wissenschaftlern von Novartis

Die unbefriedigende Tatsache, dass in ihren Laboren rund die Hälfte der Arbeitszeit für die manuelle Reinigung und Sterilisation von Glas-Bioreaktoren aufgewendet werden musste, hat Wissenschaftler der Schweizer Novartis dazu bewogen an den Entwickler und Hersteller von Schüttlern und Bioreaktoren Infors HT heranzutreten. Mit dem Ziel Abhilfe zu schaffen und so die Produktivität von Laboren zu erhöhen, entstand eine gemeinsame Entwicklungsarbeit, die vor rund zwei Jahren in zwei Patentanmeldungen und der erfolgreichen Markteinführung des Labfors 5 Bioreaktors mit Lab-CIP-Technologie mündete. „Das Lab-CIP ist unser Paradebeispiel für ein Produkt, das direkt mit einem unserer Kunden entwickelt worden ist“, meint Daniel Egger, Leiter Marketing bei Infors HT.

Vollständige Spülung aller produktberührten Teile

Dem Anwender steht damit ein verlässliches System zur automatischen Reinigung und Sterilisation des Glas-Bioreaktors Labfors 5 zur Verfügung. Der Ablauf erfolgt über individuell konfigurierbare Phasen, auf Knopfdruck, über Nacht. Bei der Sterilisation, die typischerweise mit 60 °C heißer Natronlauge, bei einem pH von etwa 12,6 für 2 h erfolgt, werden alle produktberührten Teile inklusive Zu- und Abluft vollständig gespült. Möglich macht dies ein speziell entwickeltes, patentiertes Abluftventil. Der Bioreaktor ist am nächsten Morgen sofort einsatzbereit – Downzeiten des Labfors 5 werden auf ein Minimum reduziert. Bei Norvartis ließ sich so der Durchsatz von 8 auf 16 Protein-Expressionen pro Woche verdoppeln.

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