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LABORPRAXIS-Newsticker EU-Kommission genehmigt 134-Millionen-Unterstützung für BASF

Aktualisiert am 04.10.2022 Quelle: dpa

Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
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(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com)

3. Oktober

Brüssel (dpa) 17:47 Uhr – EU-Kommission genehmigt 134-Millionen-Unterstützung für BASF

Deutschland darf den Chemie-Konzern BASF mit 134 Millionen Euro unterstützen. Die EU-Wettbewerbshüter haben grünes Licht für die millionenschwere Förderung gegeben, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Unterstützt werden soll die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff, etwa für den Verkehr. Sogenannter Grüner Wasserstoff ist CO2-frei, weil er mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird.

Mit der Maßnahme könne Deutschland BASF dabei unterstützen, «zur Ökologisierung der Chemie-Wertschöpfungskette und des Verkehrssektors beizutragen», erklärte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Dies helfe auch, um weniger abhängig von Öl-, Gas- und Kohleimporten zu werden. Die Förderung wird als Zuschuss gewährt und soll am Standort Ludwigshafen den Bau und die Installation eines großen Elektrolyseurs unterstützen, hieß es weiter. Damit sollen ab 2025 rund 5000 Tonnen erneuerbarer Wasserstoff und 40 000 Tonnen Sauerstoff pro Jahr produziert werden.

Hauptziel der Maßnahme sei, Wasserstoff, der mit fossiler Energie hergestellt wurde, bei BASF zu ersetzen, um die Treibhausgasemissionen des Konzerns zu verringern. Darüber hinaus erzeugter Wasserstoff aus erneuerbaren Energien solle etwa für Lkw oder Busse genutzt werden. Deutschland habe das Vorhaben der BASF im Rahmen eines offenen Verfahrens ausgewählt, um Teil eines IPCEI (Important Projects of Common European Interest) zu für Wasserstofftechnologien und -systeme zu werden, hieß es in der Mitteilung. IPCEI ist ein transnationales Vorhaben von europäischem Interesse, mit dem ein Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit geleistet werden soll.

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Stockholm (dpa) 11:38 Uhr – Medizin-Nobelpreis für in Deutschland arbeitenden Evolutionsforscher

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den in Leipzig forschenden Schweden Svante Pääbo für seine Erkenntnisse zur menschlichen Evolution. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Pääbo ist Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie. Er sequenzierte unter anderem als erster Forscher das Neandertaler-Genom. Die bedeutendste Auszeichnung für Mediziner ist in diesem Jahr mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 920 000 Euro) dotiert.

Seit 1901 haben 224 Menschen den Medizin-Nobelpreis erhalten, darunter 12 Frauen. Der erste ging an den deutschen Bakteriologen Emil Adolf von Behring für die Entdeckung einer Therapie gegen Diphtherie. 1995 erhielt als erste und bislang einzige deutsche Frau Christiane Nüsslein-Volhard diese Auszeichnung. Im vergangenen Jahr bekamen David Julius (USA) und der im Libanon geborene Forscher Ardem Patapoutian den Preis. Die beiden haben Zellrezeptoren entdeckt, über die Menschen Temperaturen und Berührungen wahrnehmen.

Mit dem Medizin-Preis startete der Nobelpreis-Reigen. Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie-Preises benannt. Am Donnerstag und Freitag folgen die Bekanntgaben für den Literatur- und den Friedensnobelpreis. Die Reihe endet am folgenden Montag, 11. Oktober, mit dem von der schwedischen Reichsbank gestifteten sogenannten Wirtschafts-Nobelpreis. Die feierliche Vergabe aller Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Basel/Schweiz (Roche) 7:01 Uhr – Roche: Wechsel in der Konzernleitung im Januar 2023

Roche gab heute bekannt, dass Matt Sause (45), derzeit Leiter der Region Nordamerika von Roche Diagnostics, ab dem 1. Januar 2023 CEO von Roche Diagnostics und Mitglied der Konzernleitung wird.

Thomas Schinecker, derzeitiger CEO von Roche Diagnostics und designierter Roche CEO ab 15. März 2023: «Matt Sauses Karriere bei Roche erstreckt sich über 20 Jahre, in welchen er in verschiedenen Ländern in Asien, Lateinamerika, Europa und Nordamerika in den beiden Divisionen Diagnostics und Pharma tätig war. Seine wissenschaftliche Expertise und kaufmännische Erfahrung machen ihn zu einer hervorragenden Führungskraft für die Division Diagnostics.»

Severin Schwan ist Roche CEO und wird vom Verwaltungsrat bei der Roche Generalversammlung am 14. März 2023 für die Wahl zum Verwaltungsratspräsidenten vorgeschlagen: «Matt Sause hat bei Roche eine bemerkenswerte Karriere verfolgt, und ich freue mich sehr, dass wir die Position als CEO von Roche Diagnostics erneut aus den eigenen Kreisen mit einer Führungskraft seines Kalibers besetzen können.»

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