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Länderreport Schweiz

Eidgenössische Chemieindustrie

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Firmen zum Thema

Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel

Relativ schwach präsentierte sich 2010 der schweizerische Markt für Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel. Lediglich zwei von sechs Teilmärkten (flüssige Waschmittel und Reinigungsmittel) meldeten steigende Absatzzahlen. Insgesamt kletterte der Umsatz um 0,6 Prozent auf rund 593 Millionen Euro. Bei den Reinigungsmitteln werden laut SKW die Umwelteigenschaften der Erzeugnisse immer wichtiger.

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Wachsender Beliebtheit erfreuen sich ökologisch abbaubare Produkte und Waschmittel, die bei einer niedrigen Temperatur effizient waschen.

Pharmaindustrie

Einer der wichtigsten Wachstumsmotoren der Chemiebranche ist die pharmazeutische Industrie. Das Gesundheitswesen übt in der Schweiz gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten eine stabilisierende Rolle aus, wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat.

Nach Berechnungen der Konjunkturforschungsstelle KOF legten die Gesundheitsausgaben 2011 um 3,2 Prozent zu. Für 2012 sagt das Institut einen Zuwachs um 3 Prozent voraus, für 2013 weitere 3,5 Prozent Steigerung.

Dementsprechend dürfte auch der Verkauf von Arzneimitteln zulegen, zumindest was die Menge angeht.

Treiber der Nachfrage ist das anhaltende Bevölkerungswachstum. Die Preise stehen hingegen stark unter Druck, da viele vormals patentgeschützte Präparate als billigere Generika auf den Markt gebracht werden.

Die nominalen Umsätze mit Arzneimitteln zu Herstellerabgabepreisen stiegen daher 2011 um geringfügige 0,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, das Mengenwachstum betrug ein Prozent (auf 206 Millionen Packungen). Ein Jahr zuvor war der Umsatz sogar rückläufig gewesen. Im Grunde stagniert der Markt damit seit 2009.

Für 2012 und 2013 erwartet das Beratungsunternehmen IMS Health eine leichte wertmäßige Schrumpfung des Marktes. Ein weiterer Grund dafür sind neben den Generika kostendämpfende Maßnahmen des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit.

Der Erlös von Generika-Verkäufen nahm 2011 um 4,5 Prozent auf 388 Millionen Euro zu (2010: +4 Prozent). Die Nachahmerpräparate steigerten dadurch ihren Anteil am Markt patentabgelaufener Arzneimittel auf 31,6 Prozent (+0,4 Prozent zum Vorjahr). Dieser Markt umfasst Originalpräparate mit abgelaufenem Patentschutz sowie Generika. Dem Branchenverband VIPS zufolge stammt knapp ein Drittel der in der Schweiz verkauften Medikamente aus einheimischer Fertigung.

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