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Analytik-Jena-Übernahme

Endress+Hauser sichert sich weitere Anteile an Analytik Jena

| Redakteur: Marc Platthaus

„Die Labor-Produkte von Analytik Jena ergänzen unser eigenes Analyse-Angebot für den Einsatz in verfahrenstechnischen Anwendungen“, erklärt Klaus Endress, CEO der Endress+Hauser-Gruppe.
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„Die Labor-Produkte von Analytik Jena ergänzen unser eigenes Analyse-Angebot für den Einsatz in verfahrenstechnischen Anwendungen“, erklärt Klaus Endress, CEO der Endress+Hauser-Gruppe. (Bild: E+H)

Endress+Hauser hat sich vertraglich weitere Anteile an der Analytik Jena AG gesichert. Die Firmengruppe wird nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2013/14 die Aktien der Thüringer Beteiligungsgesellschaft bm-t sowie des Vorstandsvorsitzenden Klaus Berka übernehmen (insgesamt nun 75,36 Prozent). Mit den Optionen verbunden sind weitreichende Zusagen zur Eigenständigkeit von Analytik Jena sowie zum Erhalt der thüringischen Standorte.

Reinach/Schweiz, Jena – Im September hat Endress+Hauser (E+H) knapp 48 Rpozent Prozent der Stimmrechte an der Analytik Jena AG übernommen (LP berichtete). Nun hat sich das Unternehmen weitere Anteile gesichert: Es wird die Anteile der Beteiligungsgesellschaft bm-t und des Analytik-Jena-Vorstandsvorsitzenden Klaus Berka für 13,75 Euro je Aktie erwerben. „Wir zahlen damit den gleichen Preis, den wir auch den übrigen Aktionären offerieren“, betonte Dr. Heiner Zehntner, Legal Counsel der Endress+Hauser Gruppe.

Die Beteiligungsgesellschaft bm-t – hinter ihr stehen der Freistaat Thüringen sowie institutionelle Investoren – hält derzeit 17,63 Prozent an Analytik Jena, Firmengründer Klaus Berka 9,93 Prozent. E+H wurden bisher 47,40 Prozent an dem Unternehmen unmittelbar zugerechnet, weitere 0,41 Prozent (eigene Aktien der Analytik Jena AG) mittelbar. Nach Ausübung der Optionen – dies wird nach dem 1. Oktober 2014 möglich sein – wird die Firmengruppe damit nach derzeitigem Stand 75,36 Prozent der Aktien kontrollieren.

Klaus Berka bleibt bis 2017 Vorstand von Analytik Jena

Die Optionen sind mit der Zusage verbunden, dass Analytik Jena eine eigenständige Geschäftseinheit innerhalb der E+H-Gruppe bleibt, geführt durch den Vorstand, an dessen Spitze noch bis 2017 Klaus Berka stehen soll. Die wesentlichen Standorte in Thüringen sollen erhalten werden. E+H erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten weiter wachsen wird.

„Unser Ziel ist und bleibt, uns mit Analytik Jena ein Standbein in der Laboranalyse aufzubauen, mit eigenen Strukturen für Fertigung und Vertrieb“, erklärte Klaus Endress, CEO der E+H-Gruppe. Ziel sei, Kunden vom Labor über das Technikum bis zur Produktion – der Domäne von E+H – zu begleiten. „Die Labor-Produkte von Analytik Jena ergänzen unser eigenes Analyse-Angebot für den Einsatz in verfahrenstechnischen Anwendungen.“

Frist für Pflichtangebot läuft weiter

Unberührt von den jüngsten Entwicklungen läuft weiterhin das Pflichtangebot von E+H, das noch bis 28. November 2013 gilt. Dabei bietet die E+H (Deutschland) AG+Co. KG allen Analytik-Jena-Aktionären 13,75 Euro je Inhaber-Stückaktie. „Wir erachten unser Angebot angesichts des angekündigten negativen Konzernergebnisses von Analytik Jena im Geschäftsjahr 2012/13 als großzügig“, unterstrich Dr. Luc Schultheiss, Finanzchef der E+H-Gruppe. Der Angebotspreis liege trotz der Verwässerung durch die Kapitalerhöhung mehr als 30 Prozent über dem Kurs, zu dem die Aktie zwölf Monate vor Kontrollerwerb gehandelt wurde.

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