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Antibakterielle Medikamente

Entwicklung und Vermarktung gewinnt an Fahrt

| Redakteur: Gabriele Ilg

Das kürzlich verabschiedete GAIN-Gesetz soll Unternehmen wieder aktive Forschung und Entwicklung betreiben lassen. Laut der aktuellen Studie von Frost & Sullivan werden fast 80 Prozent der sich in der Pipeline befindenden Medikamente von kleineren Pharma- und Biotech-Unternehmen hergestellt.

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Die Erforschung neuer antibakterieller Wirkstoffe und die Identifizierung neuer Verbindungen, die erfolgreich gegen Bakterien vorgehen können, stellen eine Herausforderung für die Wissenschaft dar.
Die Erforschung neuer antibakterieller Wirkstoffe und die Identifizierung neuer Verbindungen, die erfolgreich gegen Bakterien vorgehen können, stellen eine Herausforderung für die Wissenschaft dar.
(Bild: AstraZeneca)

Frankfurt – Die wachsende Bedrohung durch multiresistente gramnegative Organismen (engl. multi-drug resistant gram-negative organisms; MDR-GNBs) verleiht der globalen Entwicklung von antibakteriellen Medikamenten die notwendige Dringlichkeit. Anstehende Regulierungsreformen zur Senkung der Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Anreize zur Identifizierung neuer Medikamente schaffen attraktive Möglichkeiten für Pharmaunternehmen.

Laut der aktuellen Studie zum Markt für antibakterielle Medikamente, „A Product and Pipeline Analysis of the Antibacterial Drugs Market“ von Frost & Sullivan werden fast 80 Prozent der sich derzeit in der Pipeline befindenden Medikamente von kleineren Pharma- und Biotech-Unternehmen hergestellt, von denen die Hälfte keine Handelsprodukte auf dem Markt haben. Glaxo Smith Kline, Astra Zeneca sowie Merck & Co sind die einzigen drei etablierten Pharmaunternehmen in diesem Segment.

„38 antibakterielle Medikamente, die sich derzeit in der Entwicklungsphase befinden, haben das Potenzial, viele, wenngleich nicht alle resistenten Bakterien anzugehen“, so Frost & Sullivan Senior Research Analyst Healthcare, Aiswariya Chidambaram. „Plazomicin und Eravacycline sind zwei viel versprechende Verbindungen, die in einem breiten Wirkspektrum gegen die meisten MDR-GNBs einsetzbar sind.“

Die Erforschung neuer antibakterieller Wirkstoffe und die Identifizierung neuer Verbindungen, die erfolgreich gegen Bakterien vorgehen können, stellen eine Herausforderung für die Wissenschaft dar. Angesichts der hohen Ausfallwahrscheinlichkeit und der hohen Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) schließen große Pharmaunternehmen, die vormals Marktführer waren, heute ihre Einrichtungen für die antibakterielle Forschung.

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