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Cochise Erfolgreicher Abschluss des Projektes Cochise

Redakteur: Olaf Spörkel

In dem von der EU geförderten Projekt Cochise wurde ein Biosensor entwickelt und charakterisiert sowie ein neues biologisches Modell für das Krebswachstum erstellt.

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Ein im Projekt Cochise realisierter Biosensor-Demonstrator ist auf einen Carrier montiert, der den fluidischen und elektrischen Anschluss zum Sensor bildet.
Ein im Projekt Cochise realisierter Biosensor-Demonstrator ist auf einen Carrier montiert, der den fluidischen und elektrischen Anschluss zum Sensor bildet.
( Bild: Universität Bologna )

Bologna, Italien – Cochise (Cell-On-CHIp bioSEnsor for detection of cell-to-cell interactions) ist ein von der EU gefördertes und durch die Universität Bologna koordiniertes Projekt, das die Entwicklung einer neuen Klasse von Biosensoren zum Ziel hat. Die Sensoren sollen in der Lage sein, Interaktionen einzelner Zellen untereinander zu detektieren. Mit diesem Werkzeug soll sich Krebs besser überwachen und behandeln lassen. Neben der Entwicklung des Biosensors – erreicht im Juni 2008 – wurde ebenfalls ein biologisches Modell entwickelt, mit dem Krebswachstum erforscht werden kann. Das Modell erlaubt die Identifikation und die Installation von analytischen Prozeduren, um die biologische Aktivität einzelner Zellen mit dem entwickelten Biosensor zu untersuchen.

Ergebnisse aus Cochise

Das Projekt begann im Juni 2006 und lief drei Jahre. Der erste erreichte Meilenstein war die Verfügbarkeit von Biosensor-Prototypen. Mit diesen Prototypen konnte die Möglichkeit demonstriert werden, einzelne Zellen zu kontrollieren und sie in einer Sensoröffnung zu fangen. Der zweite erreichte Meilenstein war die Identifikation und die Installation von analytischen Prozeduren, um die biologische Aktivität von einzelnen Zellen mit dem entwickelten Biosensor zu studieren. Das dritte erreichte Projektziel bestand in der Entwicklung und Charakterisierung eines neuen biologischen Modells zur Beschreibung von Tumorzellwachstum. Hiermit kann eine Zell-Subpopulation mit dem Tumorwachstum interferieren. Die Identifikation von solchen Zell-Subpopulationen stellt ein fundamentales Werkzeug dar für die Verifikation des Biosensors und den Machbarkeitsnachweis des neuartigen biologischen Ansatzes verknüpft mit der Anwendung des Biosensors.

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Zusätzlich wurde für die Realisierung des Biosensors eine Lab-On-Substrate Technologieplattform entwickelt. Die Plattform basiert auf einer kostengünstigen Leiterplattentechnologie und erlaubt das Handling und die Detektion von einzelnen Zellen. Die verwendeten Materialien wurden in Rahmen des Projektes auf ihre Biokompatibilität getestet.

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