Suchen

Beraterhonorierung

Erfolgsabhängige Bezahlung hält Beraterkosten im Zaum

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Der Berater erhält ein Honorar in Höhe von bis zu 50 % – bemessen an den in einem zuvor festgelegten Zeitraum tatsächlich realisierten Einsparungen. Aber auch Durchläufe, Warenflüsse oder Stillstandszeiten können numerisch erfasst werden. Deshalb eignen sich insbesondere operative Umsetzungsprojekte, etwa in den Bereichen Produktion oder Logistik, für ein Erfolgshonorar.

Erfolg lässt sich auch bei nicht quantifizierbaren Projekten messen

Andere Beratungsfelder entziehen sich einer – zumindest unmittelbaren – Quantifizierung. Das gilt für strategische Projekte oder Aufgaben ohne definiertes Ergebnis („sehen, was dabei herauskommt“). Es besteht aber die Möglichkeit, den Erfolg an der Zufriedenheit des Kunden festzumachen und auf dieser Basis Zu- oder Abschläge von einem Fixhonorar vorzunehmen. Als diskretionärer Bonus wird der Vergütungsteil bezeichnet, der nach der allgemeinen Zufriedenheit mit der Performance des Beraters gezahlt wird.

Bildergalerie

Es besteht allerdings die Gefahr, dass subjektives Empfinden in die Bewertung einfließt. Zur Objektivierung und Selbstkontrolle des Auftraggebers muss deshalb ein möglichst detaillierter Kriterienkatalog aufgestellt und der Ablauf des Projektes exakt dokumentiert werden. So lassen sich zwar keine genauen Messungen durchführen, aber zumindest Anhaltspunkte dafür schaffen, ob dem Berater etwa eine Implementierung gelungen ist oder ob er dem Unternehmen einen Erkenntnisgewinn gebracht hat.

Auch operative Ergebnisse lassen sich nicht immer in nackten Zahlen ausdrücken. In der Logistik gilt es beispielweise zu Beginn, die Abläufe und die einzuhaltenden Standards zu katalogisieren, um ein aussagekräftiges Vorher/Nachher zu ermöglichen. Dabei muss zwischen fixen und variablen Kosten getrennt werden. Ein weiteres Kriterium ist die Nachhaltigkeit der Ergebnisse. Ziel darf nicht der kurzfristige Effekt sein, der etwa durch den Einsatz eines noch billigeren und dafür weniger soliden Distributors erzielt wird, sondern die Optimierung der Leistungsgerüste und die Effizienzsteigerung in den Prozessen.

Berater begleitet Projekte in einer Nachlaufphase

Selbst im Einkauf kommt es natürlich nicht allein auf die Höhe der Lieferantenrechnungen an. Auch Abläufe, Qualität oder die Liefertreue sind wichtige Kriterien. Optimierte Bestellsysteme, hohe Verfügbarkeit und Mangelfreiheit von Material und Betriebsstoffen führen erst indirekt zu niedrigeren Kosten.

Deshalb empfehlen sich Vertragsvarianten, bei denen der Berater die Projekte nach deren Abschluss noch über einen längeren Zeitraum begleitet mit der Verpflichtung, die monetären Effekte seiner Arbeit nachvollziehbar auszuweisen. Denn erst am Ende einer solchen Nachlaufphase lässt sich erkennen, ob und wie sich das Engagement für den Auftraggeber in Euro und Cent gelohnt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42293695)