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Partikeltechnologie Erleben Sie die Faszination Partikeltechnologie auf der Partec 2013

| Redakteur: Jörg Kempf

Kleine Dinge sind das große Thema vom 23. bis 25. April 2013 im Messezentrum Nürnberg. Parallel zur Powtech findet die Partec, einer der größten internationalen Kongresse rund um die Partikeltechnologie, statt. Lesen Sie im Interview mit Kongressleiter Prof. Jonathan P. K. Seville, was an der Partikeltechnologie fasziniert, warum sich ein Besuch lohnt – und warum Vortragspausen bei Bier und Würstchen wichtig sind.

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Partec-Kongressleiter Prof. Jonathan P. K. Seville: „Das Faszinierende an der Partikeltechnologie ist die Vielfalt der Bereiche, die sie berührt.“
Partec-Kongressleiter Prof. Jonathan P. K. Seville: „Das Faszinierende an der Partikeltechnologie ist die Vielfalt der Bereiche, die sie berührt.“
(Bild: Nürnberg Messe)

Nürnberg – In diesem Jahr ist es wieder soweit: It’s Partec-Time. Zu der alle drei Jahre stattfindenden Veranstaltung werden rund 500 Partikel-Experten aus aller Welt erwartet. Etwa 180 Vorträge und 190 Poster aus Industrie, Wissenschaft und Forschung widmen sich der Entwicklung revolutionärer Rohstoffe für die Chemie-, Pharma-, Lebensmittel- und Baustoffindustrie. Kongresssprache ist Englisch. Kongressleiter ist Prof. Jonathan P. K. Seville von der University of Surrey, Großbritannien.

? Prof. Seville, wie verändert die Partikeltechnologie unser tägliches Leben?

Seville: Ein sehr großer Teil der Produkte, mit denen wir im Alltag zu tun haben, wird entweder selbst in Partikelform verkauft – Pharmaprodukte, Waschmittel, Lebensmittel, Baustoffe – oder setzt bei der Herstellung den Einsatz von Partikeln voraus, z.B. als Katalysatoren oder als Bestandteile von elektronischen Bauteilen und Sensoren. Darüber hinaus begegnen wir Partikeln ständig in unserer natürlichen oder vom Menschen geschaffenen Umwelt: als Aerosole in der Luft, die wir atmen, und als Bodenstoffe in der Erde, die wir bewirtschaften und auf der wir bauen. Jeden Tag beobachten wir spannende Entwicklungen bei Partikelprodukten. Man denke nur an wirksamere Arzneimittelformulierungen, bessere „Instant“-Lebensmittel, intelligentere Elektronik. Dieses Feld ist reich an Innovationen.

? In welchem Verhältnis stehen Partikelwissenschaft und Nanowissenschaft zueinander?

Seville: Den Partikeltechnologieforscher und den Molekularwissenschaftler fasziniert das Gleiche: jener interessante Größenbereich zwischen großen Molekülen und kleinen Partikeln – der „Nanobereich“, in dem ungewöhnliche Eigenschaften auftreten. Natürlich blicken Chemiker und Ingenieure aus unterschiedlichen Perspektiven auf diesen Bereich und sind darum zwangsläufig verschiedener Meinung über das, was sie sehen. Diese Spannung ist aber produktiv und bringt neue Ansätze und Produkte hervor.

? Welche Bedeutung hat der Partec-Kongress für Wissenschaft und Industrie?

Seville: Die Partec zieht einen sehr breiten Mix von Teilnehmern an, die sowohl aus der Forschung als auch aus der Industrie stammen. Alle kommen am selben Ort zusammen – inmitten dieser riesigen Ausstellung mit partikelbezogener Anlagentechnik, die die Forscher wieder daran erinnert, wie groß und wichtig dieses Geschäftsfeld ist! Traditionell gibt es auf der Konferenz auch immer reichlich Pausen und Poster-Präsentationen – natürlich bei Bier und Würstchen – um den Teilnehmern Gelegenheit zur Interaktion zu geben. Es ist so ziemlich die beste Konferenz, die ich kenne, um Leute zu treffen. Junge Forscher sind besonders gern gesehen und nehmen gewöhnlich auch in großer Zahl teil; das macht diese Konferenz sehr lebendig. Zweifellos ist diese Konferenz Europas Nummer 1 für Partikeltechnologie – sie zieht aber auch eine große Zahl von Teilnehmern aus anderen Teilen der Welt an.

Die Highlights des diesjährigen Partec-Programms und welche Themen in der Partikeltechnologie-Community derzeit heiß diskutiert werden, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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