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Chemieindustrie Erwarteter Anstieg der M&A-Aktivität ist ausgeblieben

Die für das erste Halbjahr erwartete Zunahme an Fusionen und Übernahmen in der internationalen Chemieindustrie ist ausgeblieben. Angesichts einer günstigen Börsenlage und attraktiver Finanzierungskonditionen ist diese Entwicklung überraschend. Einige große Transaktionen haben dennoch dafür gesorgt, dass das Deal-Volumen wertmäßig im ersten Halbjahr 2013 über dem des Vorjahres lag: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist es um 22 Prozent gestiegen. Diese Transaktionen gingen vor allem von Private-Equity-Investoren aus.

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Trotz positiver Entwicklungen an den Börsen kam es im ersten Halbjahr 2013 nicht zu den ewarteten Zunahmen an Fusionen und Übernahmen in der internationalen Chemieindustrie.
Trotz positiver Entwicklungen an den Börsen kam es im ersten Halbjahr 2013 nicht zu den ewarteten Zunahmen an Fusionen und Übernahmen in der internationalen Chemieindustrie.
(Bild: Fotolia)

Düsseldorf - Trotz positiver Entwicklungen an den Börsen war das erste Halbjahr 2013 von steigender Aktienmarkt-Volatilität gekennzeichnet. In Kombination mit der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa und den USA sowie dem konjunkturellen Abschwung in China hat dies zu Zurückhaltung bei den Investoren geführt. Hinzu kamen günstige Finanzierungskonditionen, die letztlich die Anzahl verfügbarer Zielunternehmen verringert haben, da somit weniger Verkäufe zur Unternehmensfinanzierung erforderlich waren.

Rechnet man das Deal-Volumen der ersten Jahreshälfte auf das Gesamtjahr 2013 hoch, so ergibt sich gegenüber 2012 lediglich ein Anstieg von einem Prozent. Erwartet worden waren indes drei Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, in der die Unternehmensberatung A.T. Kearney die M&A-Aktivitäten in der internationalen Chemieindustrie untersucht hat. Die Studie bezieht sich auf das erste Halbjahr 2013.

Andererseits konnten Private-Equity-Unternehmen in der ersten Jahreshälfte einige große Transaktionen abschließen. So erwarb der Finanzinvestor Carlyle Group im Februar das Beschichtungsgeschäft von DuPont. Im April übernahm Advent International das Kunstharzgeschäft des amerikanischen Spezialchemiekonzerns Cytec Industries.

Wertmäßig ist das Deal-Volumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum damit um 22 Prozent angestiegen. Thomas Rings, Partner und Leiter des weltweiten Beratungsbereichs Chemie und Öl bei A.T. Kearney, erklärt: „Die starke Zunahme des Deal-Wertes geht vor allem auf die Aktivität von Private-Equity-Unternehmen zurück. Strategische Käufer blieben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit vorsichtig.“

Weniger Transaktionen innerhalb von Entwicklungsländern

Besonders aufgrund des verlangsamten Wachstums in China und der zunehmenden Konsolidierung ist die Anzahl der Transaktionen innerhalb von Entwicklungsländern zurückgegangen. Wertmäßig jedoch haben diese Deals zugelegt und konnten ihren Anteil am gesamten Deal-Volumen um vier Prozent steigern.

Während der Anteil der Transaktionen aus den USA konstant geblieben ist, konnten die USA wertmäßig deutlich zulegen.

Dr. Joachim von Hoyningen-Huene, Principal in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney und Autor der Studie, erläutert: „Die Top-3-Deals des vergangenen Halbjahrs wurden allesamt von US-Unternehmen abgeschlossen: Carlyle–Dupont Coatings, die Akquisition der Basischemikalien von PPG durch Georgia Gulf und der Kauf von Permian Mud Service durch Ecolab Inc.“

(ID:42240193)